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Stadt Hannover Kaum Platz für Flüchtlinge und Obdachlose in Unterkünften
Aus der Region Stadt Hannover Kaum Platz für Flüchtlinge und Obdachlose in Unterkünften
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00:54 28.04.2018
Die Stadt Hannover darf das ehemalige Maritim Hotel drei Monate länger als Flüchtlingsunterkunft nutzen. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

 Immer mehr Flüchtlinge und Obdachlose muss Hannovers Stadtverwaltung unterbringen. Die derzeit zur Verfügung stehenden Einrichtungen seien nahezu vollständig belegt, teilte die Verwaltung kürzlich im Bauausschuss mit. Rund 3900 Flüchtlinge und etwa 1300 Obdachlose leben aktuell in städtischen Wohnanlagen. Pro Woche muss die Stadt im Schnitt 40 Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf verschaffen. 

Noch bewegen sich die Flüchtlingszahlen innerhalb der vom Land Niedersachsen festgelegten Aufnahmequote. 1791 Asylsuchende können Hannover in diesem Jahr zugewiesen werden, 1100 Menschen sind bereits eingetroffen. In Deutschland ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zu den Vormonaten leicht angestiegen. So hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im März mehr Asylsuchende aus afrikanischen Ländern wie Nigeria und Eritrea registriert. Verringert hat sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge, auch wenn sie noch immer die größte Gruppe unter den Zuwanderern ausmachen.

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Die Stadtverwaltung setzt darauf, dass in den kommenden Monaten mehrere neue Unterkünfte eröffnet werden. So ist in Herrenhausen eine neue Container-Anlage im Heimatweg entstanden, die in den kommenden Tagen in Betrieb geht. Sie bietet Platz für 139 Personen. Wie immer bei neuen Wohnheimen lädt die Stadt alle Nachbarn zu einem Besichtigungstermin ein, am Dienstag, 24. April, von 16 bis 18 Uhr. 

Entlastung bringt auch die Verlängerung des Mietvertrags für das ehemalige Maritim Hotel gegenüber dem Rathaus. Dort ist Platz für rund 300 Flüchtlinge. Die Stadt hat mit dem Eigentümer, der Firma Intown, ausgehandelt, dass die Menschen noch drei weitere Monate in dem Gebäude bleiben dürfen. Der Bauausschuss hat der Verlängerung kürzlich zugestimmt.

Von Andreas Schinkel