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Stadt Hannover Stadt Hannover verbietet Kulturprogramm im Café Ginkgoo
Aus der Region Stadt Hannover Stadt Hannover verbietet Kulturprogramm im Café Ginkgoo
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08:32 22.07.2019
Der Bezirksrat macht sich dafür stark, dass das Café Ginkgoo an der Landwehrstraße weiterhin kulturelle Angebote machen darf. Quelle: Michael Zgoll
Döhren

Das Café Ginkgoo an der Landwehrstraße 75 darf neben seinem gastronomischen Angebot kein kulturelles Begleitprogramm mehr anbieten. Das hat Bezirksratsbetreuerin Gundula Ohlhorst in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel bestätigt. Die Stadt hat Lesungen und Livemusik, die der Betreiber gelegentlich angeboten hatte, untersagt. Bei den Lokalpolitikern sorgte diese Auskunft für erhebliche Verärgerung. „Hannover will Kulturhauptstadt werden, macht aber die Stadtteilkulturarbeit kaputt“, schimpfte SPD-Fraktionschef Jens Schade. Und der Linken-Bezirksratsherr Manfred Milkereit assistierte: „Dann hätte doch jede Kneipe, die Tablequizturniere anbietet, ihre Existenzberechtigung verloren.“

Zwei Anfragen

Ursache für die Debatte waren zwei ähnliche Anfragen von CDU und Grünen. Sie wollten wissen, warum Kneipier Jens Klinkert in seinem Lokal an der Ecke von Landwehr- und Reichhelmstraße keine Musiker oder Autoren mehr auftreten lassen darf. Die Verwaltung habe einen Verstoß gegen das Baurecht festgestellt, so Ohlhorst, es fehle eine Baugenehmigung zum Betrieb eines Cafés mit kulturellem Beiprogramm. Es stehe dem Betreiber zwar frei, ein solches Baugenehmigungsverfahren in die Wege zu leiten, ob dies von Erfolg beschieden sei, könne die Stadt aber vorab nicht beurteilen.

Wie die Grünen-Fraktion monierte, habe die Verwaltung behauptet, Klinkert betreibe ein „Varieté“. Doch sei dies mit dem Kulturprogramm eines Varietés wie dem GOP in der hannoverschen Innenstadt in keiner Weise zu vergleichen. „Lächerlich“ nannte SPD-Politiker Schade diesen Vergleich. Besonders unverständlich sei, dass der Wirt im Café Ginkgoo nun noch nicht einmal Bilder aufhängen dürfe. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Jakob äußerte Verständnis, dass Nachbarn ab 22 Uhr Nachtruhe einfordern – aber der Verwaltung gehe es ja offenbar um Grundsätzliches. Ihre Frage, ob die Stadt Klinkert nicht doch irgendwie entgegenkommen könne, blieb allerdings unbeantwortet.

Von Michael Zgoll

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