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Stadt Hannover Dealer flieht vor der Polizei und wird von Auto erfasst
Aus der Region Stadt Hannover Dealer flieht vor der Polizei und wird von Auto erfasst
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17:27 04.01.2019
Die Zivilfahnder entdeckten bei dem 24-Jährigen mehr als 100 Kugeln mit Kokain. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Hannover

Ein 24-Jähriger ist am Freitagnachmittag bei der Flucht vor der Polizei von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Ermittler hatten Zivilfahnder den Mann gegen 13.45 Uhr auf einer Grünfläche zwischen der Schierholzstraße und dem Messeschnellweg bemerkt und wollten ihn kontrollieren. „Beim Erblicken der Beamten rannte der 24-Jährige sofort davon“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. Bei dem Albaner handelt es sich womöglich um einen Drogendealer, er hatte mehr als 100 mit Kokain gefüllte Kugeln bei sich. Die Fahnder nahmen sofort die Verfolgung auf.

Bei seiner Flucht wollte der 24-Jährige die Schierholzstraße nahe der Bergiusstraße überqueren und lief laut Hasse „ohne auf den Verkehr zu achten“ über die Fahrbahn. Dabei wurde der Mann vom Mercedes CLC einer 36-Jährigen erfasst, prallte gegen die Windschutzscheibe und blieb anschließend auf der Straße liegen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisteten die Zivilfahnder Erste Hilfe, der 24-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. „Lebensgefahr besteht zurzeit nicht“, sagt Hasse, „sein Zustand ist stabil.“ Zum Unfallhergang bittet die Polizei um Zeugenhinweise unter Telefon (0511) 109 18 88.

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Bei der Durchsuchung des 24-Jährigen entdeckten die Polizisten dann die mehr als 100 Kokainkugeln. Die genaue Gewichtsmenge und damit der Wert der Drogen ist laut Hasse noch nicht bekannt. „Die weiteren Ermittlungen dauern an“, sagt er. Nach Angaben der Polizei ist das Drogengeschäft in Hannover klar aufgeteilt. Albaner dealen beispielsweise bevorzugt mit Kokain, Afrikaner verkaufen Marihuana – das beliebteste Betäubungsmittel in der Landeshauptstadt. Eine Kugel mit 0,3 Gramm Kokain koste demnach 20 Euro.

Nach Angaben von Behördensprecher Hasse werde derzeit geprüft, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft muss. Möglicherweise müsse sich der Mann wegen Handelns mit Betäubungsmitteln verantworten. Dies kläre sich am Wochenende. Allerdings könne der 24-Jährige erst dann ans Gefängnis überstellt werden, wenn es sein Gesundheitszustand zulasse.

Von pah

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