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Stadt Hannover Nach Freddis Rettung: Halterin muss Einsatz bezahlen
Aus der Region Stadt Hannover Nach Freddis Rettung: Halterin muss Einsatz bezahlen
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00:47 26.04.2018
Nach der Befreiungsaktion von Jack-Russell-Terrier Freddi erwartet seine Halterin nun eine Rechnung für den Feuerwehreinsatz. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

 Der Feuerwehreinsatz, Jack-Russell-Terrier Freddi aus dem Kanalrohr in Anderten zu befreien, könnte für die 60-jährige Hundehalterin teuer werden. „Es wird noch eine Rechnung kommen“, sagt Michael Hintz, Sprecher der Berufsfeuerwehr Hannover. „Im Grundsatz stellt die Rettung eines in Not geratenen Tieres eine kostenpflichtige Hilfeleistung dar.“ Die konkrete Summe stehe zwar noch nicht fest, allerdings dürfe sie sich im dreistelligen Bereich bewegen. „Es ist davon abhängig, wie viel Personal und Fahrzeuge nötig waren“, so Hintz.

In Freddis Fall waren am Sonntag sechs Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen in Anderten, um den Rüden zu befreien. Der Terrier hatte sich anscheinend losgerissen, als ein 73-jähriger Bekannten der Halterin in der Straße Zur Mühle mit ihm Gassi ging. Freddi hatte vier Jungfüchse bis in ein Abwasserrohr verfolgt, dort kam er jedoch trotz mehrfachen Rufens nicht mehr heraus. Die 60-Jährige befürchtete, Freddi stecke fest. Doch das war nicht der Fall, der Hund wollte lediglich seine Beute nicht aus den Augen lassen. Erst, als die Feuerwehr Wasser in das Rohr laufen lief, kamen die Füchse und der Terrier langsam heraus.

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Bis die Rechnung der 60-Jährigen zugestellt wird, kann es noch mehrere Wochen dauern. „Jetzt muss der Fahrzeugführer erst einmal den Bericht schreiben“, sagt Hintz. Sie müsse zudem nur die tatsächlichen Kosten tragen, die bei der Befreiung entstanden sind. Dass Freddi womöglich während der Brut- und Setzzeit sogar unangeleint gewesen sein könnte, ist für die Feuerwehr nicht von Belang – das ist Aufgabe des Ordnungsbereiches der Stadt. Der müsse sich aber selbst für den Fall interessieren, die Feuerwehr melde nichts weiter, so Hintz. Bei Verstoß gegen die Leinenpflicht drohen eine Verwarnung oder bis zu 5000 Euro Strafe. Im Regelfall sind es aber 70 Euro.

Von Peer Hellerling