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Stadt Hannover Regress beim Pannen-Bad nicht durchsetzbar
Aus der Region Stadt Hannover Regress beim Pannen-Bad nicht durchsetzbar
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19:01 12.02.2018
Die Statik des inzwischen geschlossenen Misburger Bads ist aufgrund von Bauschäden bedroht. Die damalige Baufirma Pelikaan sieht das anders. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

 Die Stadt Hannover hat keine Hoffnung mehr, Regressforderungen für den Baupfusch am Misburger Bad geltend machen zu können. „Die Ansprüche sind verjährt“, sagt ein Justiziar der Stadtverwaltung am Montag im Sportausschuss. In dieser Hinsicht stimme die Stadt mit der Rechtsauffassung der damaligen Baufirma Pelikaan überein. Anderer Ansicht sei man aber in der Frage, ob bei den Umbauten vor zehn Jahren Fehler gemacht wurden. „Pelikaan meint, dass keine Schäden entstanden seien“, sagt der Justiziar.

Das löst Kopfschütteln in der Ratspolitik aus. „Ich muss mich schwer zusammenreißen“, sagt SPD-Ratsfrau Peggy Keller. Die Firma lässt die Kommune im Regen stehen, meint CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth und fordert die Stadt auf, trotz der Absage in Sachen Regress nicht locker zu lassen.

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Mehr als 13 Millionen Euro hat die Stadt Hannover in den Umbau des Misburger Bads investiert. Das Geld wurde dem damaligen Badbetreiber, der Firma s.a.b., in die Hände gegeben. Das Unternehmen beauftragte die Baufirma Pelikaan. Jahre später bemerkten Techniker bei einer Kontrolle, dass tragende Kontruktionen durchbohrt wurden, sodass die gesamte Statik des Gebäudes bedroht war. Die Stadt schloss das Bad sofort, jetzt soll die Schwimmhalle abgerissen und für 16,5 Millionen Euro neu errichtet werden. Den Kredit für die Sanierung zahlt die Stadt noch einige Jahre ab.

Von Andreas Schinkel