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Stadt Hannover Gottesdienst mahnt zu Schutz der Natur
Aus der Region Stadt Hannover Gottesdienst mahnt zu Schutz der Natur
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00:20 26.09.2018
Mit Papphockern im Panorama: Arend de Vries rief im Gottesdienst zur Bewahrung der Schöpfung auf. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Die Theologie des Wasserschweins ist ein weithin unbeackertes Feld. Und dennoch hatte das Tier in diesem Gottesdienst seinen Platz; es wurde ebenso erwähnt wie Jaguar, Waldelefant und die Vögel unter dem Himmel. Beim ersten Gottesdienst, der am Sonntagabend im Regenwald-Panorama am Zoo über die Bühne ging, drehte sich alles um die Bewahrung der Schöpfung.

Der Urwald ist wie eine Kathedrale; himmelhoch, überwältigend und erhaben – das Panorama ist also kein schlechter Ort für eine stimmungsvolle Feier. „Die Wahrnehmung des Geschaffenen führt zum Erstaunen“, sagte Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident der Landeskirche, in seiner Predigt. Und doch lebten wir jenseits von Eden, erklärte er im Blick darauf, dass der Mensch seine eigenen Lebensgrundlagen zerstöre. Er rief zu einer Kultur der Achtsamkeit im Umgang mit der Natur auf.

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Liedermacher Fritz Baltruweit sang „Die Erde ist des Herrn“, und die Schauspieler Hanna Legatis und Martin-G. Kunze erinnerten in vorgetragenen Texten daran, dass der Mensch jedes Jahr 150 000 Quadratkilometer Urwald vernichtet. Das vom Künstler Yadegar Asisi geschaffene Panorama hat sich bislang nicht unbedingt als Publikumsmagnet erwiesen, doch die 200 Tickets für den Gottesdienst waren binnen Stunden vergriffen gewesen. Nun sei angedacht, dass dieser wiederholt wird, sagt de Vries – eventuell sogar als Fernsehgottesdienst.

Von Simon Benne