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Stadt Hannover Hund und Füchse bleiben in Kanalrohr stecken
Aus der Region Stadt Hannover Hund und Füchse bleiben in Kanalrohr stecken
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16:19 22.04.2018
Hund Freddi wurde nach der Rettung durch die Feuerwehr unverletzt seinem Frauchen übergeben. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

 Die Berufsfeuerwehr Hannover hat in Anderten einen Hund aus einem Rohr befreit. Die Tierrettung ist gegen 11.10 Uhr alarmiert worden. „Der Jack-Russell-Terrier war vier Jungfüchsen hinterhergerannt“, sagt Sprecher Andreas Hamann. Freddi hatte sich beim Gassigehen in der Straße Zur Mühle losgerissen und nahm die Verfolgung auf. Die Füchse hatten ihren Bau in einem engen Entwässerungsrohr, das unter der Straße entlangführt. Auch Freddi kroch in den Kanal.

Die 60-jährige Hundehalterin befürchtete, ihr Hund sei steckengeblieben und alarmierte die Feuerwehr. Doch weder die Füchse noch der Jack-Russell-Terrier saßen fest. Weil er die Wildtiere aber als seine Beute ansah, war er nicht dazu zu bewegen, aus dem Rohr zu kommen. „Wir haben sie dann alle von der einen Seite etwas mit Wasser nass gemacht“, sagt Hamann. Erst kamen die Jungfüchse heraus, wenig später folgte Freddi. Alle blieben unverletzt. Der Terrier wurde wieder seinem Frauchen übergeben. Die Einsatzkräfte traten danach schnell den Rückzug an, damit sich die Füchse von dem Schreck erholen können. „Ihre Mutter wartet sicher schon irgendwo“, sagt Hamann.

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Seit dem 1. April gilt in Hannover wieder die Anleinpflicht für Hunde. Damit soll verhindert werden, dass während der Brut- und Setzzeit Vögel und Wildtiere aufgeschreckt werden. Die Anleinpflicht gilt im Wald und in der freien Landschaft, geregelt ist dies im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NwaldLG). Die Brut- und Setzzeit geht noch bis zum 15. Juli.

Von Peer Hellerling