Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Uni Braunschweig untersucht „Unfallursache Handy“
Aus der Region Stadt Hannover Uni Braunschweig untersucht „Unfallursache Handy“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 16.01.2018
Die Ablenkung durch einen Blick auf das Handy während der Fahrt gilt als eine immer häufigere Unfallursache. Genaueres soll eine gerade gestartete Untersuchung der Uni Braunschweig herausfinden. Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

 Nur eben einen kurze Nachricht ins Handy tippen oder einen schnellen Anruf tätigen – obwohl es inzwischen eine Vielzahl technischer Möglichkeiten gibt, diese Tätigkeiten im Auto während der Fahrt zu erledigen, ohne das Handy in die Hand nehmen zu müssen, greifen dennoch viele Autofahrer unterwegs zum Mobiltelefon. Dabei gehen sie ein hohes Risiko ein. Wer bei Tempo 100 nur zwei Sekunden lang auf sein Smartphone blickt, legt fast 60 Meter im Blindflug zurück. Die Gefahr, dabei einen Unfall zu verursachen ist sehr hoch. Valide Zahlen, wie viele Verkehrsunfälle durch die Ablenkung durch die Nutzung des Handys während der Fahrt verursacht werden, gibt es bislang nicht.

Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius (SPD) will das jetzt ändern. Gemeinsam mit Verkehrspsychologen der Technischen Universität Braunschweig und der Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sollen die Polizeidirektionen Hannover, Osnabrück und Braunschweig eine bundesweit einmalige Studie zu diesem Phänomen durchführen. „Wir müssen dringend mehr über die Unfallursache Handy erfahren“, sagt Pistorius. Das Problem bei dieser Untersuchung: Die Polizei darf dem Gesetz nach nur bei schweren Verkehrsunfällen das Mobiltelefon des mutmaßlichen Unfallverursachers sicherstellen und die Daten auslesen, um festzustellen, ob er das Gerät unmittelbar vor dem Unfall noch genutzt hat. „Das werden die Kollegen im Rahmen dieser Studie auch weiterhin machen, das ist aber nicht alles“, sagt Hans Gehrmann, der Sprecher des Innenministers. Die Mitarbeiter der MHH werden im Zusammenhang mit der Untersuchung Unfallbeteiligte anonym zum Unfallhergang befragen, um heraus zu bekommen, ob einer der Betroffenen möglicherweise durch die Nutzung eines Handys abgelegt gewesen ist. Die Verkehrspsychologen der TU Braunschweig werden im Rahmen der Studie unmittelbar nach einem Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden oder Schwerverletzten die Unfallstelle beobachten und analysieren. „Sie sollen herausfinden, ob an dieser Stelle viele Autofahrer während der Fahrt ihr Handy benutzen und warum“, sagt Behrmann. Noch ist unklar, was mit den Autofahrern passiert, denen im Verlauf der Studie eindeutig nachgewiesen werden kann, dass sie einen Unfall verursacht haben, weil sie durch die Nutzung ihres Smartphones während der Fahrt abgelenkt waren. „Das kommt auf die Umstände des Einzelfalles an“, sagt der Ministeriumssprecher. Die neue Studie ist am ersten Januar gestartet und soll genau ein Jahr lang laufen. Wann die Forscher die ersten handfesten Ergebnisse vorlegen können, ist noch offen. 

Von Tobias Morchner

Stadt Hannover Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf - Umstrittener Psychiater wechselte ins Ministerium

Das Land will die umstrittenen Medizinversuche an jungen Psychiatriepatienten in Wunstorf aufklären – und hinterfragen, welche Rolle die betreffenden Ärzte in der Ministerialbürokratie gespielt haben. 

16.01.2018

Die Üstra hat im vergangenen Jahr weniger Schwarzfahrer ertappt als 2016: Fast zehn Prozent weniger Fahrgäste wurden ohne Fahrschein erwischt. Diese Quote bedeutet: Jeder 50. in Bus und Bahn fährt ohne Ticket. Für die Üstra ein zufriedenstellender Schnitt.

16.01.2018

Ein Deutsch-Algerier muss sich demnächst vor dem Amtsgericht Hannover verantworten. Er soll seine fünf Kinder gegen den Willen der Mutter in Algerien festgehalten und seine Frau angegriffen haben.

16.01.2018