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Stadt Hannover Kinderfest in der Oper zieht 2500 Besucher an
Aus der Region Stadt Hannover Kinderfest in der Oper zieht 2500 Besucher an
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00:16 30.01.2019
Großes Spektakel: Das Staatsorchester spielt, Vampir Heini hört zu. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Als das Licht ausgeht, herrscht fast andächtige Stille – und dann hat Heini seinen großen Auftritt. Ganz stilecht, zu den Klängen von Marschners „Vampyr“, öffnet sich der Sarg auf der Bühne des Opernhauses, und der kleine Blutsauger zeigt sich dem Publikum. Als Musikkritiker ist die Vampirpuppe ziemlich respektlos: „Das klingt, als hätte jemand ganz doll aufgeräumt“, attestiert er einer Orchestersuite von Bach.

Die Stimmung ist gut, die meisten der rund 2500 Karten für das Kinderfest im Opernhaus wurden schon vor Wochen verkauft. Der scheidende Intendant Michael Klügl ist zum dreizehnten und letzten Mal dabei: „Dieses Kinderfest ist immer wie ein kleiner Opernball“, sagt der 64-Jährige. „Für das ganze Team ist es Ehrensache, dass jeder sein bestes gibt.“

Ein Vampir und dunkle Wolken

Das ist auch nötig, denn die Dramaturgie will es, dass sich über Vampir Heini und den Musikern etwas zusammenbraut: Eine düstere Wolke steuert auf das Opernhaus zu; die Kinder müssen sich ins Zeug legen, um Farbe und gute Laune ins Spiel zu bringen. An verschiedenen Stationen dürfen sie sich schminken, Kostüme basteln oder selbst Musikinstrumente ausprobieren, um die Wolke zu vertreiben.

Werkstatt und Requisite, Beleuchter und Musiktheaterpädagogik zeigen an diesem Tag, was in ihnen steckt. Die achtjährige Hanne bläst bei der Gelegenheit zum ersten Mal im Leben in eine Oboe. „Sonst spiele ich Gitarre – das ist ganz anders“, sagt sie, nachdem sie dem Instrument ein sattes A entlockt hat.

Es herrscht Gewusel im Musentempel. Einige sind längst Stammgäste beim Kinderfest. „Ich war schon vor einem Jahr hier, das ist immer toll“, sagt die sechsjährige Johanna. Für viele jedoch ist der Tag im fantasievoll dekorierten Opernhaus die erste Begegnung mit der Hochkultur; und diese fällt ziemlich unbefangen aus. Die dreijährige Maya malt entspannt an einem großen Bühnenbild mit. Nicht weit davon flechten Olivia, Elisa und Emily regenbogenbunte Farben in ein Kostüm: „Das wird wirklich nachher auf der Bühne zu sehen sein“, sagt Kostümbildnerin Kerstin Krüger.

Das von Friederike Karig organisierte Fest ist ein großes Mitmachspektakel: „Die Kinder können am Ende sehen, was sie selbst hergestellt haben“, sagt Intendant Klügl. Beim Abschluss, als alle wieder im großen Saal zusammenkommen, sind Kostüme, Bühnenbild und Musik in großen Teilen der Kreativität der Kinder entsprungen. Das Staatsorchester unter der Leitung von Siegmund Weinmeister legt sich beim großen Finale ordentlich ins Zeug, ebenso wie der Kinderchor Quilisma und Sopranistin Isabell Schmitt. Es gibt große Oper für die Kleinen – und natürlich vertreiben Farben und Töne die graue Wolke.

Von Simon Benne

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