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Stadt Hannover Fössebad: Politik freut sich über Doppellösung
Aus der Region Stadt Hannover Fössebad: Politik freut sich über Doppellösung
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09:24 18.08.2019
Sonnen ja, baden nein: Zurzeit kann im Fössebad nur im Innenbereich geschwommen werden. Quelle: Foto: Tim Schaarschmidt
Limmer

Es läuft darauf hinaus: Das Fössebad wird ein Außenbecken bekommen. Die Stadtverwaltung prüft, ob es wirtschaftlich ist, das neue Hallenbad zeitgleich mit dem Freibad zu errichten. Wann genau der Baustart sein wird und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist, ist allerdings noch offen. Ursprünglich wollte die Stadt das Hallenbad 2022 eröffnen. Politiker im Rat der Stadt glauben, dass sich das Vorhaben wegen der neuen Planungen um mindestens ein Jahr verschiebt. Die Kollegen im Bezirksrat Linden-Limmer sind trotzdem hocherfreut. „Wichtig ist, dass wir das Freibad bekommen – auf ein Jahr Verzögerung kommt es nun auch nicht mehr an“, sagt CDU-Fraktionschefin Gabriele Steingrube.

Alles in einem Guss

„Es ist sehr vernünftig, alles in einem Guss zu machen“, findet Daniel Gardemin, Vizefraktionschef der Grünen im Bezirksrat und Mitglied im Stadtrat. So könne auf eine zweite Baustelle verzichtet werden. Nach den bisherigen Plänen der Stadt sollte zunächst nur das Hallenbad mit einer wettkampftauglichen 50-Meter-Bahn gebaut werden. Ein Außenbecken wäre, so hatte es die Ampelkoalition im Rathaus vor allem auf Druck der Grünen hin beschlossen, erst im Anschluss an die Schwimmhalle errichtet worden. Das benötigte Geld wäre dann aber auch erst zu diesem Zeitpunkt im Haushalt bereitgestellt worden. Im Stadtteil gab es Befürchtungen, dass dies ein leeres Versprechen bleiben könnte. Wenn nun zeitgleiche Planungen und Bauabläufe für beide Bereiche des Fössebades gelten sollen, ist auch eine parallele Finanzplanung möglich.

Kosten für Kombibad noch offen

Nach einer zwei Jahre alten Prognose der Stadt belaufen sich die zusätzlichen Kosten für ein Freibad auf rund 2 Millionen Euro, die Baukosten für die Schwimmhalle schlagen nach bisherigen Berechnungen mit 20 Millionen Euro zu Buche. Unter Ratspolitikern macht inzwischen eine Summe von 25 Millionen Euro für das Kombibad die Runde. Wie teuer es tatsächlich wird, kann die Verwaltung noch nicht sagen. „Dafür ist es zu früh“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Feststeht, dass der Rat der Stadt noch einmal neu darüber beschließen muss.

Wirtschaftlichkeit ist nötig

Die Ampelkoalitionäre haben bereits signalisiert, dass sie den überarbeiteten Plänen zustimmen könnten – vorausgesetzt, das Vorhaben stellt sich als wirtschaftlich heraus. Die SPD im Stadtrat muss dabei frühere Positionen korrigieren: Sie hatte mit Blick auf ein begrenztes stadtweites Bäderbudget für das Fössebad lange einen Neubau ohne Außenbecken befürwortet. Bei den Sozialdemokraten in Linden-Limmer habe es solche Vorbehalte nicht gegeben, betont der dortige Fraktionschef Matthias Voß. Linken-Fraktionschef David Müller erklärt: „Gerade dieser Sommer hat wieder gezeigt, dass wir unbedingt ein Freibad brauchen.“

Förderverein wird ungeduldig

Ungeduldig wird der Förderverein Fössebad. Eine mögliche Verzögerung um ein weiteres Jahr sei „unverständlich“, schreibt der Vorsitzende Ernst Barkhoff in einer Rundmail an die Mitglieder. Letztlich sei es den engagierten Menschen im Stadtteil und ihren Protesten zu verdanken, dass das Freibad nun überhaupt gebaut werde.

Von Juliane Kaune

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