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Stadt Hannover Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft feiert 40-jähriges Bestehen
Aus der Region Stadt Hannover Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft feiert 40-jähriges Bestehen
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16:00 13.07.2019
Linden, Tango Milieu: Feier 40 Jahre Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft e.V. Quelle: Katrin Kutter
Linden

Noel war arbeitslos und hatte „keinen Plan von nichts“. Über das Jobcenter ist er bei der ASG gelandet. Eigentlich möchte er Straßenbahnfahrer werden, zunächst einmal wurde er Fahrradmechaniker. „Jetzt noch eine Zusage von der Üstra, das wäre ein Traum.“ Vier Jahrzehnte im Einsatz für vorwiegend junge Menschen ohne Arbeit wie Noel – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Der Name ist ein bisschen sperrig – hinter ASG verbirgt sich die Arbeits- und Sozialberatungsgesellschaft Hannover. Ursprünglich als Arbeitslosen-Selbsthilfegruppe in der Bethlehem-Kirchengemeinde in Linden-Nord gegründet, besteht die ASG jetzt 40 Jahre, was nun auch im Tango Milieu bei sommerlichen Temperaturen gebührend gefeiert wurde.

Eingliederung ins Arbeitsleben

Aus einem lockeren Treffpunkt für Arbeitslose im Stadtteil Linden ist mit den Jahren ein etablierter gemeinnütziger Verein entstanden – mit dem Ziel, Arbeitslosen bei der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu helfen und die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu unterstützen. Zu diesem Zweck unterhält die ASG zum einen eine Beratungsstelle und als zweiten Aktionsschwerpunkt die Jugendwerkstatt zur Berufsvorbereitung mit den Fachbereichen Fahrradwerkstatt, Kochwerkstatt und Tischlerwerkstatt. Die ASG ist zudem Mitglied im Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen, die Arbeit in den Vereinsfunktionen erledigen Ehrenamtliche.

Mit einem Fest feierte die Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft e.V. ihr Bestehen. Quelle: Katrin Kutter

Bürgermeisterin Regine Kramarek versprach denn auch beim Festakt in Linden, sich dafür einzusetzen, den Verein auch im nächsten Haushalt weiter zu unterstützen. „Hier werden sehr professionell die Startschwierigkeiten von Jugendlichen in den Job überbrückt.“ Sozialministerin Carola Reimann sendete eine Videobotschaft, in der sie hervorhob, wie wichtig die Rolle der ASG als Vermittler zwischen Jobcenter und Leistungsempfänger sei. Auch Rainer Göbel, Bezirksbürgermeister aus Ahlem, lobte das Engagement des gemeinnützigen Vereins für junge Leute, „denen geholfen wird bei Lehrstelle, Arbeitsplatz oder dabei, überhaupt Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen“. Vor allem der Praxisbezug in den Werkstätten sei wichtig. Sein Kollege Rainer Grube aus Linden-Limmer ergänzte: „Wir profitieren alle davon, dass die ASG soziale Arbeit im Stadtteil aktiv mitgestaltet.“

Viele Gäste waren zu der Feier gekommen. Quelle: Katrin Kutter

Kampf ums Geld

Karl-Heinz Friebe gehört zu den Mitbegründern des Vereins. „Es hat sich vieles verändert, aber der Kampf ums Geld währt immerfort.“ Er habe sich damals engagiert, „weil wir die Jugendlichen gesehen haben ohne Arbeit und ihnen eine Voraussetzung für den Einstieg fehlte.“ 14 Mitglieder hatte der Gründungsverein. Gab es einen Malerauftrag, haben sich die jungen Leute mit Leiter, Farbe und Pinsel in die Bahn gesetzt, um zum Kunden zu gelangen. Sabine Zielinski ist seit vier Jahren Vorsitzende der ASG. Das Projekt für Geflüchtete an der Wunstorfer Landstraße hat sie mit vorangetrieben. „Wir hatten rund 100 Teilnehmer, nur zwei davon sind ohne Anschlussperspektive.“

Das neueste Engagement der ASG richtet sich an Frauen. Pro femmes möchte zugezogene und geflüchtete weibliche Jugendliche und jungen Frauen zwischen 17 und 27 Jahren gezielt unterstützen – sowohl bei der Integration als auch bei der Suche nach Ausbildung und Beschäftigung. „Arbeit und Ideen werden uns nicht ausgehen“, so Zielinski.

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Von Susanna Bauch

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