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Stadt Hannover Kiez statt Kirmes: Nachbarn feiern fünf Straßenfeste
Aus der Region Stadt Hannover Kiez statt Kirmes: Nachbarn feiern fünf Straßenfeste
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11:56 30.08.2019
Sie bringen Nachbarn zusammen: Alexander Mihatsch (von links), Bettina Harborth, Magdalena Jackstadt, Yanik Huget und Marlo Zirr auf der Paulstraße, die für das Fest gesperrt werden soll. Quelle: Samantha Franson
Nordstadt/Calenberger Neustadt/Linden-Nord

„Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt.“ Diesen an die Lebensphilosophie von Pippi Langstrumpf angelehnten Slogan nehmen die Bewohner der Nordstadt, der Calenberger Neustadt und von Linden-Nord wörtlich: In fünf Quartieren dieser drei Stadtteile planen sie für den Zeitraum vom 31. August bis zum 29. September Straßenfeste mit Musik, Büfetts und vielen anderen Aktionen. Unterstützung bekommen sie von den Machern der neuen Veranstaltungsreihe Kiez statt Kirmes.

Bei Kiez statt Kirmes geht es aber nicht nur ums Feiern. „Wir möchten, dass sich Nachbarn besser kennenlernen, ihr Wohnumfeld mitgestalten und auch künftig mehr zusammen unternehmen“, sagt Magdalena Jackstadt vom Kiez-Team. Die Reihe ist Teil eines Programms des Bundesinnenministeriums, dessen Ziel es ist, nachhaltige Quartierskonzepte zu fördern. Bundesweit gibt es vier Modellstandorte, Hannover ist einer davon. Ein Trägerverein, dem gut 130 Mitglieder wie das Kulturzentrum Faust, der Hafven, das Bürgerbüro Stadtentwicklung oder der Verein Ökostadt angehören, arbeitet unter dem Namen Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit an innovativen Ideen rund um das Thema Nachbarschaft.

„Es ist toll, wie viele Ideen die Anwohner für ihre Feste haben“, sagt Jackstadt. Noch können weitere Interessierte dazukommen. Die Nachbarschaftspartys werden immer sonntags von 12 bis 22 Uhr gefeiert. Jedes Mal ist eine Woche Vorlauf eingeplant, in der alle die Feier am jeweiligen Standort gemeinsam vorbereiten – Start hierfür ist immer ein Kiez-Treffen montags um 18 Uhr. Dafür stellt das Team den Raumwagen zur Verfügung, eine mobile Werkstatt und Bühne, die Architekturstudenten der Uni gebaut haben

.

Das ist an den Partystandorten los:

Sprengelgelände, 31. August:Mädchen und Jungen vom Kinderhaus Spunk präsentieren beim Fest, das ausnahmsweise auf einen Sonnabend fällt, Möbel aus dem Holz eines alten Zauns und Mobiles aus gesammeltem Müll. Es wird einen Graffiti-Workshop und einen Tauschmarkt geben. Ab 18 Uhr wird geschnippelt – wenn alle eine Kiez-Mahlzeit zubereiten. Bereits seit vergangenem Montag sind die Anwohner mit den Vorbereitungen beschäftigt, auch der Verein Spokusa und die Bürgerschule machen mi

Paulstraße, 8. September: Eigentlich sollte der Weidendamm für das Fest gesperrt werden – doch das hat die Stadt nicht genehmigt. Die Paulstraße hingegen darf zur Partyzone werden. Das Musikzentrum fährt mit dem Truck vor, die Nordstadt-braut-Genossenschaft lädt zum Fassbrause-Workshop ein, die Skatehalle Gleis D baut eine Rampe auf. Anwohner basteln Geschenke und bieten Gemeinschaftsspiele an. Ein großes Büfett, das alle Nachbarn bestücken, ist ebenso vorgesehen wie eine Aktion, bei der Wünsche für den Stadtteil mit Kreide auf die Straße gemalt werden. Die Vorbereitungswoche beginnt am 2. September.

Königsworther Kiez, 15. September: Für das Fest werden die Grotefend- und die Gerberstraße gesperrt. Es gibt eine offene Bühne, Jamsessions und Skaterrampen. Der Nachbarschaftsgarten Baulücke – hinter dem Café Safran – lädt mit dem Verein Hannover Voids in eine „Wohlfühloase“ ein; dort stellt sich auch die Gartenregion Hannover vor. Der Nachbarschaftsladen Kö20 zeigt sein Angebot, und es wird gemeinsam auf dem Asphalt geschlemmt. Die Vorbereitungswoche beginnt am 9. September.

Peter-Fechter-Ufer, 22. September:Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum und der Verein Transition Town planen mit anderen Initiativen sowie Anwohnern ein Klima- und Naturschutzfest. Straßentheater und Kreidekalligrafie stehen ebenso auf dem Programm wie Führungen durch das Ihme-Zentrum. Spontane Auftritte von allen, die sich dazu berufen fühlen, sind möglich. Und es gibt auch wieder ein Gemeinschaftsbüfett. Die Vorbereitungswoche beginnt am 16. September.

Kötnerholzweg, 29. September:Um zu feiern, wird die Fahrbahn zwischen Fössestraße und Schmuckplatz gesperrt. Der Secondhandshop Frau Schröder organisiert eine Modenschau. Auch ansässige Geschäfte wie der Musikladen Rockers, das Eiscafé NiceZeit und der Weinhandel Dreiunddreißig machen mit. Anwohner kochen gemeinsam eine Kötnerholzwegsuppe, die Initiative Foodsharing, die gegen Lebensmittelverschwendung antritt, stellt ihre Arbeit vor. Es gibt eine offene Bühne und Kunstprojekte. Die Vorbereitungswoche beginnt am 23. September.

Mehr Details sind unter www.gesellschaftsplus.de zu finden.

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Von Juliane Kaune

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