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Stadt Hannover Petition für neue Ampelphasen an Unfallkreuzung
Aus der Region Stadt Hannover Petition für neue Ampelphasen an Unfallkreuzung
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00:21 03.02.2019
Mit einer Onlinepetition wollen Aktivisten den Stadtrat auffordern, die Grünphasen an der Unfallkreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg doch noch zu trennen. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Im Internet ist eine Petition gestartet worden, um den Stadtrat aufzufordern, die Unfallkreuzung von Vahrenwalder Straße und Industrieweg sicherer zu machen. Die Urheber Gregor Bischoff und Gerd Reincke wollen damit erreichen, dass die Grünphasen von abbiegenden Fahrzeugen sowie Radlern und Fußgängern getrennt werden. Grund für die Forderung ist der tödliche Unfall im April 2018, als ein 40-Tonner beim Rechtsabbiegen einen elfjährigen Jungen vor den Augen seiner Mutter überrollte.

Die noch sechs Wochen laufende Petition mit dem Titel „Hannovers Ampelschaltungen gefährden Leben!“ hat inzwischen fast 1300 der nötigen 3300 Unterschriften, rund die Hälfte davon stammt aus Hannover. „Abbiegeunfälle sind die häufigsten Unfälle in Deutschland mit schweren und schwersten Folgen“, heißt in der Begründung der Petition. „Die politisch Verantwortlichen müssen handeln.“ Deshalb wurden nun laut Reincke auch alle Mitglieder des Bauausschusses angeschrieben, die Petition zu unterzeichnen.

Bereits 1260 Unterzeichner beteiligten sich bis Donnerstagnachmittag an der Onlinepetition. Quelle: Screenshot

Unter anderem der Bezirksrat Nord und die Unfallkommission votieren für getrennte Grünphasen. Den Oberbürgermeister erreichte zudem ein offener Brief mit 70 Unterschriften. Auch der ADFC macht sich für eine Umgestaltung stark, die Petition seines Mitglieds Reincke unterstützt der Verein jedoch nicht. In ihrer jetzigen Form ohne genaue Vorgaben, wie getrennte Grünphasen auszusehen haben, richte sich die Petition „gegen die Interessen von Rad- und Fußverkehr“, heißt es dazu unter dem Punkt Contra.

Die Verwaltung wiederum beauftragte nach dem Tod des Elfjährigen einen Gutachter, der nach Monaten zu dem Ergebnis kam, dass die Unfallkreuzung „sowohl in baulicher als auch in betrieblicher Hinsicht den geltenden Richtlinien“ entspricht. Separate Ampelphasen seien daher unnötig. Allerdings wurden im Sommer auffällige, rote Fahrradfuhrten auf die Fahrbahn gemalt. Der Lkw-Fahrer erhielt im August eine einjährige Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung.

Von Peer Hellerling

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