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Stadt Hannover Ratspolitik will neues Schmetterlingshaus
Aus der Region Stadt Hannover Ratspolitik will neues Schmetterlingshaus
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01:02 15.04.2018
Am Standort des alten Kanarenhauses im Berggarten  soll das neue Schauhaus entstehen. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

 Hannover soll ein neues Schauhaus in den Herrenhäuser Gärten bekommen – die Weichen dafür hat die Ratspolitik jetzt gestellt. Im Herbst soll ein Architektenwettbewerb um den besten Entwurf für das Gebäude im Berggarten starten. „Wir wollen ein Haus, das sowohl schön als auch funktional ist“, sagt Gartendirektor Ronald Clark am Donnerstag im Ausschuss des Oberbürgermeisters. Fünf Millionen Euro kalkuliert die Stadt für das Bauvorhaben ein. In den Wintermonaten werden in einem Teil des Schauhauses regelmäßig Schmetterlinge gezeigt. „Der Erfolg unserer Schmetterlingsausstellung im Tropenhaus hat gezeigt, dass wir eine Attraktion im Winter brauchen“, sagt Clark. Knapp 90.000 Besucher zählte die Falter-Schau in den vergangenen zwei Monaten.

Das geplante Gebäude hat eine Ausstellungsfläche von 1000 Quadratmetern. Es soll auf der Fläche des Kanarenhauses entstehen, das in die Jahre gekommen ist. Die Kanaren-Pflanzen finden auf 350 Quadratmetern innerhalb des neuen Hauses wieder eine Heimat. Dieser Bereich fällt mit einer Höhe von maximal neun Metern deutlich höher aus als das alte Kanarenhaus. Zwei weitere Schauräume schließen sich an. Auf 450 Quadratmetern will die Stadt wechselnde Ausstellungen zeigen, etwa Zitrusbäume. In einem dritten Bereich von 200 Quadratmetern Größe präsentiert die Stadt die Seerose Viktoria Regia. „Die blüht aber nicht im Winter, sodass wir vom Frühwinter bis Ostern dort Schmetterlinge zeigen können“, sagt Gartendirektor Clark. So groß wie die Schmetterlingsschau kürzlich im Tropenhaus werde die Falter-Präsentation im neuen Schauhaus nicht. „Aber wir werden wieder verschiedene Arten zeigen“, sagt Clark.

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Auch einen Finanzierungsplan hat sich die Stadt bereits überlegt. Drittmittel in Höhe von einer Million will die Stadt auftreiben. „Wenn wir nach dem Architektenwettbewerb Bilder vom geplanten Schauhaus in den Händen halten, können wir Anfang 2019 mit der Akquise beginnen“, sagt Clark. Das Gros der Baukosten wird aus der Stadtkasse bezahlt. Gartendirektor Clark verpflichtet sich, einige Jahre lang mit einem geringeren Budget für die Herrenhäuser Gärten auszukommen, um das neue Schauhaus mitzufinanzieren. Rund 2,2 Millionen Euro stammen aus dem Investitionshaushalt der Stadt. 

Mit dem Bau des neuen Schauhauses will die Stadt 2020 beginnen. Zuvor wird das alte Kanarenhaus abgerissen. 2022 soll alles abgeschlossen sein. In der Ratspolitik kommt das Vorhaben gut an. „Toll, dass wir jetzt in die Realisierungsphase eintreten“, sagt SPD-Fraktionschefin Christine Kastning. Für FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke ist das neue Schauhaus ein „weiterer Baustein im Kronjuwel Herrenhausen“. Grünen-Ratsherr Daniel Gardemin meint, dass auch die Seerose Viktoria Regia viele Besucher über die Grenzen Hannovers hinaus anziehen wird.

Von Andreas Schinkel

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