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Stadt Hannover SPD Hannover will Kinderarmut stärker bekämpfen
Aus der Region Stadt Hannover SPD Hannover will Kinderarmut stärker bekämpfen
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00:15 26.02.2019
Afra Gamoori (3. v. l.) und Christopher Finck (2. v. r.) überreichten im Alten Rathaus ihre Forderungen an Heiger Scholz (l.), Antje Richter-Kornweitz (2. v. l.), Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack (4. v. l.) und SPD-Ratsfraktionschefin Christine Kastning (r.) - Foto Tim Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Es ist eine alarmierende Zahl: Rund 28 Prozent aller Kinder in Hannover leben in Familien, die Transferleistungen bekommen. „Wir dürfen das nicht einfach hinnehmen“, sagt Christopher Finck, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Ein halbes Jahr lang haben sich Mitglieder seiner Fraktion mit Vertretern von Vereinen, Gewerkschaften, Schulen und Kitas in Workshops über das Thema ausgetauscht. Jetzt haben sie einen Katalog von mehr als 60 Forderungen vorgestellt, um Kinderarmut zu bekämpfen.

„Unter anderem müssen Schulen mit besonderen Herausforderungen stärker unterstützt werden als bisher“, sagt Afra Gamoori, die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Bislang würden in Niedersachsen nur 20 betroffene Schulen gefördert, in Hannover sind es acht. „Der Bedarf ist aber deutlich größer“, sagt Gamoori.

Grundsicherung für Kinder gefordert

Bei einer Veranstaltung zum Thema Kinderarmut im Alten Rathaus überreichten die SPD-Politiker ihren Forderungskatalog an Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen. Das Papier verlangt unter anderem, Familienzentren zu stärken, die an Kitas angedockt sind und in denen Eltern bei der Erziehung unterstützt werden. Außerdem soll es eine Ausbildungsgarantie für jeden Jugendlichen in der Region geben, und auf Bundesebene soll eine Kindergrundsicherung in Höhe von 628 Euro im Monat je Kind eingeführt werden.

„Wir wollen Hannover zu einer Ideenschmiede bei der Bekämpfung von Kinderarmut machen“, sagt Christopher Finck. Seine eigene Partei und die ganze Gesellschaft müssten stärker für das Thema sensibilisiert werden. Im Alten Rathaus deklinierte Antje Richter-Kornweitz von der Akademie für Sozialmedizin durch, welche Folgen Armut für Kinder hat: Diese hätten oft schwierigere Bildungsbiografien und einen schlechteren Gesundheitszustand.

Laut Heiger Scholz, Staatssekretär im Sozialministerium, ist in Niedersachsen etwa jedes fünfte Kind von Armut gefährdet. Er kritisierte, dass es eine unüberschaubare Vielzahl an Sozialleistungen für sie gebe und sprach sich dafür aus, diese zu bündeln – ganz, wie es Hannovers SPD mit der Kindergrundsicherung verlange.

Von Simon Benne

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