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Stadt Hannover Stadt schließt Escape-Rooms in Hannover
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18:17 08.02.2019
The Escape Room an der Röselerstraße ist einer der betroffenen Betriebe. Quelle: Foto: Michael Thomas
Hannover

Die Stadt Hannover hat drei Betreibern sogenannter Escape-Rooms in Hannover den Betrieb untersagt. Die Einrichtungen verfügten nicht über die entsprechenden Baugenehmigungen. „Nach einer Anhörungsfrist wurden in drei Fällen Nutzungsuntersagungen ausgesprochen“, teilte Stadtsprecherin Konstanze Kalmus mit. Die Betreiber setzen sich dagegen gerichtlich zur Wehr und ziehen vor das Verwaltungsgericht Hannover. Betroffen von der Entscheidung der Stadt ist unter anderem der Escape-Room in der Röselerstraße. Die Betreiber haben Kunden, die am Wochenende dort Termine gebucht hatten, angerufen und diese abgesagt.

Fehlende Baugenehmigung

Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Hannover gingen drei Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz seit Anfang der Woche ein. „Wir gucken jetzt aufgrund der Aktenlage, ob die Entscheidung der Stadt rechtens ist“, sagt Sprecher Heiko Leitsch. Demnach soll es darum gehen, dass die Betreiber keine speziell auf Escape-Rooms zugeschnittene Baugenehmigung haben. „Bis zur richterlichen Entscheidung müssen die Räume aber geschlossen bleiben“, sagt Leitsch. Der Einspruch beim Verwaltungsgericht habe keine aufschiebende Wirkung. Er diene lediglich dazu, das Verfahren zu beschleunigen.

In Escape Rooms müssen die Spieler innerhalb einer gewissen Zeit Aufgaben und Rätsel lösen, um wieder in Freiheit zu gelangen. Die Spieler könnten die Zimmer jederzeit ohne Schwierigkeiten verlassen. Bei einigen Anbietern überwachen Betreuer die spielenden Gruppen. Andere Betreiber in der Stadt, die ihre Themenzimmer abschließen, hängen passende Schlüssel direkt neben die Tür des Escape Rooms – so können die Spieler den Raum ebenfalls schnell verlassen.

Zusätzliche Fluchtwege

„Wir arbeiten eng mit dem Bauamt zusammen, um die geforderten Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Mona Fritze aus dem Management von The Escape Room an der Röselerstraße. Die Auflage der Stadt sei, im mehrgeschossigen Betrieb zusätzliche Fluchtwege zu schaffen. Fritze: „Dem sind wir jetzt nachgekommen.“ Bis spätestens Mittwoch soll der entsprechende Antrag bei der Stadt eingereicht werden, sodass schnellstmöglich darüber entschieden werden kann. „Wir tun alles Erdenkliche, um das Geschäft fortführen zu können“, sagt Fritze. Bis zur endgültigen Entscheidung des Bauamtes bleibe der Escape-Room jedoch geschlossen.

Henning von Freeden betreibt den Escape-Room The Key am Vahrenwalder Platz. Auch sein Betrieb ist von der Entscheidung der Stadt betroffen. „Wir haben aber weiter geöffnet, weil wir vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Entscheidung der Stadt erwirkt haben“, sagt von Freeden. Er hat die Räume der ehemaligen Commerzbank zum Escape-Room umbauen lassen und dafür eine Nutzungsänderung beim Bauamt eingereicht, über die noch nicht entschieden ist. „Darüber hinaus stuft uns die Verwaltung plötzlich als Vergnügungsstätte ein und sagt, wir seien in der Innenstadt nicht geduldet“, sagt der Betreiber von The Key. In den kommenden Tagen will Henning von Fredden mit dem Bauamt Gespräche führen. „Bleiben die bei ihrer Einschätzung, reichen wir Klage ein“, kündigt der Unternehmer an.

Fünf Tote nach Brand in Polen

Nach Angaben der Stasdt sind die Schließungen die Folge eines Brandes in einem polnischen Escape-Room. Dort waren im Januar fünf Mädchen verbrannt. Die Betreiber der hannoverschen Escape-Rooms hatten daraufhin versichert, eine derartige Tragödie könne bei ihnen nicht passieren. In der Stadt gibt es insgesamt fünf Escape-Room-Anbieter.

Von Tobias Morchner und Peer Hellerling

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