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Stadt Hannover In Groß-Buchholz entsteht das erste Tageshospiz in Niedersachsen
Aus der Region Stadt Hannover In Groß-Buchholz entsteht das erste Tageshospiz in Niedersachsen
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17:13 12.08.2019
Grundsteinlegung Uhlhorn Tageshospiz: Ministerpräsident Stephan Weil, Diakovere-Geschäftsführer Stefan David, Anke Reichwald, Geschäftsführerin Uhlhorn Hospiz, Architektin Katja Lohr-Tiltmann (v.L.) Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Ein Hospiz ist kein Sterbehaus – vielmehr ein Haus der letzten Tage: In Groß-Buchholz wurde jetzt der Grundstein für das erste Tageshospiz in Niedersachsen gelegt. In unmittelbarer Nachbarschaft des vor zwanzig Jahren eröffneten Uhlhorn-Hospiz’ entsteht das Haus, in dem ab dem kommenden Sommer sechs Tagesgäste ganztägig und umfassend versorgt werden können, die nicht ganz auf ihr heimisches Umfeld verzichten möchten. Hospiz und zu Hause – diese Kombination ist damit möglich und verschafft schwer kranken Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit, Entla­stung und das Gefühl, am gewohnten Alltag noch eine Weile festhalten zu können.

Versorgungslücke wird geschlossen

Bei der Grundsteinlegung betonte Ministerpräsident Stephan Weil, wie wichtig die neuen Angebote für Schwerstkranke und Angehörige sind. „Im Tageshospiz können Schwerstkranke – ohne das heimische Umfeld komplett aufgeben zu müssen – fürsorglich betreut und versorgt werden, während die Angehörigen ihrer Arbeit nachgehen oder sich eine Auszeit nehmen können. Damit schließt Diakovere die Lücke zwischen der ambulanten und stationären Palliativversorgung.“ Dass das Uhlhorn-Hospiz wird im Zuge der neuen Tageseinrichtung um zwei Familienzimmer erweitert – vor allem für Bewohner mit jüngeren Kindern, die hier dann gemeinsam die letzte Lebenszeit gestalten können.

Diakovere reagiert auf den Bedarf an erweitertem Hospizangebot

Die Entscheidung, ein Tageshospiz zu bauen, basiert vorrangig auf den Erfahrungen der ambulanten Palliativarbeit. „Es gab vermehrt Fragen nach Angeboten, die bisher weder durch die ambulanten Pflege- und Palliativangebote noch durch das bestehende stationäre Hospizangebot bedient werden konnten“, sagt Stefan David, Vorsitzender der Diakovere Geschäftsführung.  Das Angebot des Tageshospizes richtet sich an Menschen, die noch keine vollstationäre Hospizpflege benötigen und zu Hause wohnen wollen. Die Möglichkeit, montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr in der Einrichtung betreut zu werden, unterstützt und entlastet damit auch die Angehörigen: Sie können tagsüber arbeiten und wissen ihren geliebten Menschen gut versorgt. Ein Team aus speziell für die palliative Versorgung ausgebildeten Pflegekräften unterstützt bei alltäglichen Handlungen und bietet auch medizinisch-therapeutische Anwendungen wie Ergotherapie vor Ort an, so dass sogar ein Krankenhausbesuch für diese Leistungen überflüssig werden kann.

Bau kostet 3 Millionen Euro

Die Fertigstellung des Tageshospizes ist für Sommer 2020 geplant, der Bau der Einrichtung kostet rund 3 Millionen Euro. Die Baukosten werden komplett aus Spendenmitteln finanziert, die unter anderem aus einem Nachlass stammen. Um dem Baulärm zu entgehen, finden die Bewohner des Uhlhorn Hospizes seit Mai für die gesamte Bauphase ihr Zuhause im Henriettenstift in der Marienstraße.

Von Susanna Bauch

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