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Stadt Hannover Trotz Verbotszonen: Keine Umsatzeinbußen beim Böllerverkauf
Aus der Region Stadt Hannover Trotz Verbotszonen: Keine Umsatzeinbußen beim Böllerverkauf
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17:01 31.12.2018
Feuerwerkskörper sind in der City bei Kunden trotz neuer Verbotszonen weiterhin sehr beliebt. Quelle: Ingo Rodriguez
Hannover

Sprühfontänen, Brummkreisel, Feuerwerksraketen und Böller haben in der City bei den Kunden der großen Warenhäuser nichts an ihrer Faszination und Beliebtheit eingebüßt. Trotz zunehmender Kritik wegen Feinstaubbelastungen, Schmutz, Lärm sowie Verletzungs- und Brandgefahren haben die Händler in der Innenstadt keinerlei Umsatzeinbußen verzeichnet. Nicht einmal die erstmalig in der City für die Neujahrsnacht geltenden Verbotszonen für Böller und Raketen haben sich nach Angaben der Einzelhändler auf die Verkaufszahlen ausgewirkt.

„Der Verkauf hält sich auf dem guten Niveau vom Vorjahr“, sagte Ralf Samtleben vom Warenhaus Karstadt am Silvestervormittag. Das Warenhaus habe sein Angebot trotz der neuen Verbotszonen in der City nicht reduziert. „Zur Kernkundschaft gehören bei uns vor allem Familien mit Kindern, die für etwa 20 bis 30 Euro pro Haushalt Feuerwerk bei uns kaufen“, berichtete Samtleben. Frank Sasse aus Hannover lieferte wenige Meter weiter im Erdgeschoss von Galeria Kaufhof einen Beleg für diese Beobachtung. „Wir decken uns wie jedes Jahr für die Kinder mit Bodenfeuerwerk und Tischknallern ein“, sagte der Familienvater.

Einen 18-Jährigen Kunden schreckten die Verbotszonen in der City offenbar nur bedingt beim Einkauf ab. „Im vergangenen Jahr war es in der Fußgängerzone zwar sehr gefährlich. Viele waren betrunken und haben auf andere Menschen mit Feuerwerk gezielt und geworfen“, sagte der junge Mann, ohne seinen Namen zu nennen. Sein Kaufverhalten ändere er deswegen aber nicht. „Ich gebe ungefähr 100 Euro für Knaller aus und gucke mal, wo ich das Feuerwerk abbrennen kann“, sagte er am Silvestervormittag bei Galeria Kaufhof am Ernst-August-Platz.

Der Kaufhof-Abteilungsleiter Sven Krieger zeigte sich dann auch zufrieden mit dem Verkaufszahlen. „Die Umsätze sind genau so wie im Vorjahr. Wie verkaufen aber auch vor allem hochwertiges Feuerwerk für Familien – mehr Batterien, anstatt großer Böller“, sagte Krieger. Beim Discounter Lidl in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade bildeten sich am Silvestervormittag auch wegen des Feuerwerksverkaufes immer wieder lange Schlangen. „Es wird viel davon gekauft“, berichtete ein Mitarbeiterin an der Kasse.

Ein weiterer 18-jähriger Kunde hatte sich in diesem Jahr dagegen bei seinem Böllerkauf die Kritik von Umweltschützern zu Herzen genommen. Bei Galeria Kaufhof deckte er sich für etwa 30 Euro mit Feuerwerkskörpern ein. „Ich kaufe viel weniger als im vergangenen Jahr“, versicherte der junge Mann. Er sei angesichts der Umweltbelastungen einfach nicht mehr bereit, so viel Geld für die Knallerei auszugeben, sagte der 18-Jährige aus Burgwedel. Diesbezüglich sei er von seinem Elternhaus geprägt. „Wir feiern mit acht Leuten. Die drei Jungs kaufen jeweils für 30 Euro Knallkram – vor allem Feuerwerksraketen“, sagte er.

Dass die Mitarbeiter in den Warenhäusern wegen der unveränderten Beliebtheit von Feuerwerk jede Menge zu tun hatten, liegt auch an einer gesetzlichen Vorschrift. „Im Handel darf aus Sicherheitsgründen immer nur auf der Verkaufsfläche eine begrenzte Anzahl von Schwarzpulver-Produkten ausliegen, deshalb muss regelmäßig Nachschub aus dem Lager geholt werden“, erläuterte ein Karstadt-Mitarbeiter die überschaubare Menge auf den Warentischen.

Von Ingo Rodriguez

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