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Stadt Hannover Hannover als Kulturhauptstadt? Das sagen HAZ-Leser
Aus der Region Stadt Hannover Hannover als Kulturhauptstadt? Das sagen HAZ-Leser
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00:16 28.06.2019
Und jetzt alle: Das Bewerbungsteam präsentierte Hannovers Leitidee: Oeds Westerhof, Melanie Botzki, Oberbürgermeister Stefan Schostok, Inga Samii, Annika Schach und Stadträtin Konstanze Beckedorf (v.l.). Quelle: Behrens

(Hinweis: Die unten stehenden Veröffentlichungen sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Damit möglichst viele Leser zu Wort kommen, müssen wir Leserbriefe gelegentlich kürzen.)

Bewerbung ist ein Albtraum

Hannover kann noch immer nicht Sanitäranlagen in Schulen sanieren, Hannover kann noch nicht einmal OB! Ein Albtraum, auch nur daran zu denken, sich als Kulturhauptstadt zu bewerben. Diese Blamage haben Hannovers Bürger nicht verdient! (Hans Jürgen Lamm, Hannover)

Außenwirkung ist fraglich

Das Bild, das die Stadt Hannover rund um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt derzeit abgibt, ist ja bekanntlich weit entfernt vom Optimalzustand ... Was ich mich frage: Wie steht es um die anderen Bewerberstädte? Gibt es dort womöglich ähnliche Hemmnisse und Querelen wie in Hannover? Und: Wie sehen „uns“ die anderen Städte eigentlich, wie berichtet die dortige Presse über die Vorgänge in Hannover? Oder findet der Blick über den eigenen Tellerrand dort gar nicht so ausgeprägt statt, wie man sich das vorstellt, ja befürchten muss? Besteht die Möglichkeit, dass Sie im Rahmen einer Reportage einmal den aktuellen Stand der Bewerbungen beziehungsweise der Vorbereitungen der Städte aufbereiten – gerade unter dem Aspekt: „Welchen Blick haben die Mitbewerberstädte und die dort berichtende Presse auf die Bewerbung Hannovers?“ (Florian Witte, Wedemark)

Kurzsichtige Knauserigkeit

Der Kulturhauptstadtplan werde durch die Kulturschaffenden, die den Finanzrahmen kritisieren, gefährdet, sagen die Ratspolitiker? Da lachen ja die Hühner! Kultur kostet Geld, Europäische Kulturhauptstadt besonders. Das sollte in den Betonköpfen der Verwaltung endlich mal ankommen. Für die meisten Städte hat es sich letztendlich aber doch gelohnt. Kurzsichtige Knauserigkeit von Kämmerer und Verwaltung führt gewiss nicht zum Ziel. Da bleibt nur ein Vorschlag: Lasst es! Andere Städte machen es gern. (Wolfgang Wünsch, Hannover)

Finanzplanung überprüfen

Es ist eine Frage des politischen Stils, dass und wie SPD-Ratsfrau Belgin Zaman und ihr FDP-Kollege Wilfried Engelke auf Kritik und Fragen des Kulturrates reagieren. Es ist grotesk, ja nachgerade unverschämt, den Mitgliedern des Kulturrates vorzuwerfen, ihre Wortmeldung sei „kontraproduktiv“, sorge „für schlechte Schlagzeilen“ und rede „die Kulturhauptstadt kaputt“. Der Kulturrat hat in großer Freimütigkeit Ideen geliefert, sein Fantasievermögen zur Verfügung gestellt und Vorschläge unterbreitet. Es ist nur konsequent, dass dieses ehrenamtliche Gremium den Rat ermahnt, sich den Herausforderungen der Kulturhauptstadtbewerbung auch bei der Budgetplanung zu stellen. Die Zweifel, ob die in Aussicht genommenen Zahlen dem Anspruch genügen, dürfen nicht mit Häme und Unterstellung beantwortet werden. Vielmehr ist der Rat dringend aufgefordert, seine Finanzplanung für die Kulturentwicklung der kommenden Jahre kritisch zu überprüfen. (Stephan Lohr, Hannover Mitglied des Kulturrates)

Es gibt mehr Probleme

Was heißt hier Kulturhauptstadt? Versuchen Sie doch mal, in Hannover ein Auto anzumelden! (Dipl.-Ing. Uwe Pape, Hannover)

Lieber erwachsen werden

Hannover hat inzwischen eine Verschuldung von satten 1,7 Milliarden Euro. Man hat es in den vergangenen 10 Jahren mit Rekordsteuereinnahmen nicht im Mindesten für nötig erachtet, Schulden abzubauen, hat im Gegenteil munter weitere Schulden aufgesattelt. Solch eine Stadt ist leider klinisch tot, weiß es bloß noch nicht. Zu behaupten, man brächte „18 Millionen aus der eigenen Tasche“ auf, zeigt den Grad des Realitätsverlustes. Eine Kulturhauptstadt sein zu wollen ist eine hübsche Idee. Dazu sollte man aber erwachsen sein und sich wenigstens sein Butterbrot selbst schmieren und die eigenen Schuhe zubinden können. Wer seinen Haushalt so wenig im Griff hat, sollte besser verzichten.

Machen wir doch eine echte Kulturstadt daraus, und geben die 18 Millionen (!) Euro, die der Hannoversche Rat gerade nur für die Bewerbung (!) beschlossen hat, an Kleinkunst, Bühnen, Kulturschaffende, Culture Jugendcamps. Die „Kulturhauptstadt“ erscheint dagegen beinahe wie sozialistische Kulturplanwirtschaft, ein Wettlauf um Subventionen, bei denen vor allem die etablierte Kulturindustrie absahnt. (User „Ups“, 19.06.)

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