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Stadt Hannover Hannover investiert Hunderte Millionen Euro in Kitas und Schulen
Aus der Region Stadt Hannover Hannover investiert Hunderte Millionen Euro in Kitas und Schulen
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00:17 07.06.2019
So schön kann eine neue Schultoilette aussehen: Aus dem Sanierungsprogramm der Stadt ist es bislang aber nur die an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule fertig. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Undichte Fenster, instabile Decken, stinkende Toiletten, unbenutzbare Aulen – der Sanierungsbedarf der Schulgebäude in der Stadt ist groß. Viele sind 60 Jahre und älter, lange Zeit ist viel zu wenig investiert worden. Mit dem Problem ist Hannover nicht allein. Eine NDR-Umfrage unter 110 Schulträgern im Land hatte ergeben, dass überall viel im Argen liegt. Am höchsten ist danach der Sanierungsbedarf in der Region Hannover, 371 Millionen Euro wären nötig, um die Förderschulen und Berufsbildenden Schulen zu erneuern, im Schnitt müsste die Region gut 11 Millionen Euro pro Standort investieren.

Förderschule auf der Bult für 21 Millionen Euro neu gebaut

In diesem Jahr werden schon mal 49 Millionen Euro in Schulen gesteckt, 21 Millionen davon hat das neue dreigeschossige Förderzentrum auf der Bult gekostet, das am Mittwoch nach langer Verzögerung wegen Pfusch am Bau endlich in Betrieb genommen wird. Das Gebäude soll Platz für 200 Schüler mit emotional-sozialem Förderbedarf und 110 Lehrer bieten. Zu den weiteren Großprojekten gehören die schon vor mehr als zehn Jahren beschlossene Sanierung der Sporthalle der Alice-Salomon-Schule und die Berufseinstiegsschule am Waterlooplatz.

Die Stadt Hannover hatte sich zwar aus Zeitgründen nicht an der NDR-Umfrage beteiligt, sieht aber dennoch die Mammutaufgabe der Schulerneuerung als vorrangiges Ziel, wie Sprecher Dennis Dix erklärt. Er verweist auf das 500-Millionen-Euro-Investitonsmemorandum, das bis 2023 läuft und vor sich vor allem auf Schulen und Kitas konzentriert, und auf das gut 23 Millionen-Euro-Toilettensanierungsprogramm, das bislang aber schleppend startet. Bislang ist erst eine WC-Anlage fertiggestellt, nämlich an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Döhren. Wenn die Stadt in diesem Tempo weitermache, werde es 31 Jahre dauern, bis man durch sei, hatte die CDU moniert.

Die Liste der geplanten Sanierungsprojekte ist lang: Bis 2023 sollen insgesamt 56 Maßnahmen, darunter 45 in Schulen und elf in Kitas umgesetzt seien. Schulsanierung habe schon seit Jahren in der Verwaltung oberste Priorität, hatte Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski betont. Den Vorwurf, die Stadt lasse ihre Schulen vergammeln, hatte sie klar zurückgewiesen. Zu den Sanierungsmaßnahmen und Neubauten käme auch noch die laufende Instandhaltung.

Das sind die teuersten Schulbaustellen

Es sind gewaltige Summen, die die Stadt in die Erneuerung ihrer Schulen investiert. An der Goetheschule wird der zweite und dritte Bauabschnitt fertig, das allein kostet 34 Millionen Euro. Dann können die Schüler, die zwischenzeitlich am Gymnasium Limmer ihr Quartier hatten, zurück ins Stammhaus. Das Gymnasium Limmer wird aber weiter als Ausweichlösung gebraucht, wenn die Helene-Lange-Schule für das Abitur nach neun Jahren erweitert wird. Die Grundschule Kastanienhof inklusive Ganztagsausbau schlägt mit 16 Millionen Euro zu Buche (2021), der Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kronsberg mit benachbarter Grundschule mit 35 Millionen Euro. Der Neubau der Grundschule Buchholz-Kleefeld II soll knapp 20 Millionen Euro kosten (2022), der Neubau der Sophienschule an der Lüerstraße sogar 45,5 Millionen Euro. In die IGS Südstadt steckt die Stadt 25 Millionen Euro für Sanierung und Erweiterung, daneben findet dort auch eine Kita für vier Gruppen Platz. dö

Von Saskia Döhner

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