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Stadt Hannover Edeka-Senior Werner Wucherpfennig ist gestorben
Aus der Region Stadt Hannover Edeka-Senior Werner Wucherpfennig ist gestorben
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00:18 05.05.2019
Das war 2014 bei der Eröffnung des Edeka-Centers im Roderbruch: Werner Wucherpfennig, damals schon im Rollstuhl, mit seinen Enkeln Stefan (li.) und Thorsten Wucherpfennig. Quelle: Felix Peschke
Hannover

Er hat nach dem Krieg den Grundstein für die Edeka-Expansion in Hannover gelegt – jetzt ist Seniorchef Werner Wucherpfennig im Alter von 94 Jahren gestorben. „Unser Opa hat den Wandel vom kleinen Krämerladen zum Filialbetrieb gemanagt“, sagt Enkel Thorsten Wucherpfennig, der das Familienunternehmen Wucherpfennig in fünfter Generation zusammen mit seinem Cousin Stefan Wucherpfennig führt.

Der größte Edeka-Wucherpfennig misst das 128-fache des Ursprungsladens

Etwa 35 Quadratmeter maß das Geschäft an der Bödekerstraße, das der 1925 geborene Werner Wucherpfennig nach seiner Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg übernahm, damals in dritter Generation gemeinsam mit seiner Frau Gerda. Zum Vergleich: Der größte Wucherpfennig-Markt in Hannover ist aktuell der am Südbahnhof, er misst 4500 Quadratmeter, also das 128-fache des Ursprungsgeschäft.

Erster Selbstbedienungs-Lebensmittelladen in Hannover

1960 machte Werner Wucherpfennig Furore, als er in der Bödekerstraße Hannovers ersten Lebensmittelladen mit Selbstbedienung einrichtete, mit für Kunden zugänglicher Tiefkühltruhe und einer Anlage zum Zapfen frischer Milch. „Er war ein Kaufmann durch und durch“, sagt Enkel Thorsten Wucherpfennig: „Er hat jeden Pfennig zweimal umgedreht und jedes Blatt Papier auch auf der Rückseite beschrieben – aber er hatte immer auch Mut zu Innovationen.“ Aus dem kleinen Familiengeschäft der Eltern und Großeltern machte Werner Wucherpfennig zunächst ein größeres Geschäft an dem Standort, an dem sich auch heute noch der älteste bestehende Wucherpfennig-Standort befindet. Bis 1990 vergrößerte er das Familienunternehmen auf fünf Läden, dann übergab er das operative Geschäft an seine Söhne Volker und Wolfgang Wucherpfennig, die das kleine Handelsimperium auf elf Geschäfte mit heute rund 800 Mitarbeitern ausbauten. Seit 2010 ist die fünfte Generation am Ruder – und arbeitet an weiterer Expansion. Im Herbst soll der nächste Edeka-Wucherpfennig-Markt am Lindener Markt eröffnen. Das ist das Dutzend voll.

„Was wohl Werner Wucherpfennig dazu sagen würde?“

Zwar habe sich der Großvater schon seit vielen Jahren nicht mehr aktiv ins Geschäftsleben eingemischt, höchstens mal vereinzelt Entscheidungen kommentiert. „Aber trotzdem ist er immer noch sehr präsent“, sagt Thorsten Wucherpfennig: „Immer wieder fragen wir uns bei wichtigen Entscheidungen, was wohl Werner dazu sagen würde.“ Das wird auch nach seinem Tod so bleiben.

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Von Conrad von Meding

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