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Stadt Hannover Schulen platzen aus allen Nähten
Aus der Region Stadt Hannover Schulen platzen aus allen Nähten
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18:13 03.02.2017
Von Saskia Döhner
Diese Oberstufe ist ein Gemeinschaftsprojekt der IGS Büssingweg mit der IGS List und der IGS Vahrenheide/Sahlkamp. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Vorrangig müsste geprüft werden, ob an Gesamtschulen Oberstufen eingerichtet werden könnten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Fraktionen.

Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne) sagte, in Frage für Oberstufen kämen die Integrierten Gesamtschulen Bothfeld und Südstadt,  auch die IGS Stöcken und die IGS Badenstedt. Möglich sei es, dass mehrere Standorte zusammenarbeiteten wie an der IGS Büssingweg, wo die Oberstufe ein Gemeinschaftsprojekt mit der IGS List und der IGS Vahrenheide/Sahlkamp ist, oder dass einzelne Oberstufen entstünden.

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Der bildungspolitische Sprecher der FDP, Andreas Bingemer, sagte in der Ausschussitzung, viele Schulen hätten erheblichen Sanierungsbedarf: "Man kann von Kindern nicht erwarten, dass sie gern in eine Schule gehen, in der sie nicht zur Toilette gehen mögen." Ähnlich äußerte sich Stephanie Matz von der CDU. Obwohl die Stadt bei den Schultoiletten einen Sanierungsbedarf von 15 Millionen Euro ausgemacht hätte, seien dafür bis 2019 gerade einmal Investitionen von 400.000 Euro eingeplant. Auch Adam Wolf (Piraten) betonte, es gebe Schulen, in denen ganze Gebäudeteile unbewohnbar seien und verfaulten. Er sprach von Dachbalken, die von Decken hingen. Zudem herrsche in vielen Schulen akute Platznot, gerade in der Mittagszeit: "Da drängeln sich bis zu 30 Schüler auf dem Gang, weil sie nicht wisse, wohin sie sollen."

Elternvertreter sprachen von Grundschulen, die aus allen Nähten platzten. "Teilweise stehen bis zu sechs Container auf dem Schulhof", sagte Michael Balke vom Stadtelternrat. Besonders brenzlig sei die Lage an der Grundschule Tegelweg, meinte Klingenburg-Pülm. "Wir wissen, an welchen Schulen akuter Handlungsbedarf besteht", versicherte Schulamtsleiterin Petra Martinsen.

Die CDU sieht im Schulbereich auch Einsparungspotential angesichts von einer Neuverschuldung der Stadt von 40 Millionen Euro trotz wachsender Einnahmen. Die Hausaufgabenhilfe, die von den Schulen ohnehin nur zu 70 Prozent abgeschöpft werde, oder die Öffentlichkeitsarbeit des Bildungsbüros, könne gekürzt werden, schlug Matz vor. Bei der SPD stieß sie damit auf Granit. "Sparen ja, aber nicht im Bildungsbereich", sagte Afra Gamoori