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Stadt Hannover Posaunenchor verbreitet Weihnachtsklänge
Aus der Region Stadt Hannover Posaunenchor verbreitet Weihnachtsklänge
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00:55 25.12.2018
Posaunenchor am Hauptbahnhof Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Was gehört zu Weihnachten? Sicherlich sind es Geschenke und die Familie, vielleicht auch Kerzen und ein Festtagsbraten. Für über 1500 Hannoveraner ist es aber auch das traditionsreiche Weihnachtskonzert im Hauptbahnhof an Heiligabend. Zum 69. Mal erklangen die Posaunen und ertönten die Stimmen der Besucher. Besinnliche Worte kamen von Landesbischof Ralf Meister.

Als die ersten Töne im Hauptbahnhof anklingen, sind die Besucher sofort ganz Ohr. Der Klang durchströmt die Halle und jedes Lied bekommt durch den Hall etwas Voluminöses und Festliches. Der 80-köpfige Posaunenchor der Stadtmission unter der Leitung von Rudolf Neumann beginnt das diesjährige Weihnachtskonzert wie in jedem Jahr mit „Machet die Tore weit“. Auch Klassiker wie unter anderem „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ fehlen nicht an diesem Abend. Doch auch zwei neue Lieder stimmt der Posaunenchor an: „Wir reiten mit den Weisen“ und „In Bethlehem, im armen Stall“. Wie überrascht mögen Reisenden sein, die in diesem Moment aus dem Zug aussteigen und die lauten Chorgesänge hören?

Etwa nach der Hälfte des Konzerts spricht Landesbischof Ralf Meister zu den mehr als 1500 Besuchern. Seine Rede beginnt mit einer Anekdote: Seine Kinder haben vor ein paar Jahren die Figuren der Krippe nicht auf klassische Weise aufgestellt (Jesus, Maria und Joseph in der Mitte, alle anderen in gebührendem Abstand links und rechts), sondern alle standen dicht an dicht in einem Kreis um das Christkind herum. Für Meister ein Sinnbild für Weihnachten. Denn Weihnachten heiße, dass „alle nah beieinander“ stehen, alle „gleich nebeneinander“ sind und „gemeinsam auf eine Mitte“ blicken. Auch wenn die Mitte in dieser Zeit schwer zu erkennen sei, merkt Meister an, schauen doch an Heiligabend alle gemeinsam auf das Jesuskind und die damit verbundenen Wünsche und Hoffnungen. Mit der Rede erntet der Landesbischof viel Applaus.

Zum Konzert im Hauptbahnhof kommen auch diejenigen, die nicht zum Oratorium in die Kirche gehen. Ein Ehepaar aus Buchholz ist zum ersten Mal gekommen. Schon seit Jahren haben sie sich das vorgenommen. Nun war endlich einmal keiner zu müde. „Wir haben so viel Gutes gehört und wollten uns das selbst einmal anschauen“, sagen sie. Ute Volker, die seit vier Jahren in den Hauptbahnhof kommt, sagt: „Die Stimmung ist hier sehr feierlich.“ Ihr gefalle vor allem die Gemeinschaft, der Spaß und das laute Singen. Auch ihre Freundin Tonka Behrens ist in diesem Jahr wieder mitgekommen. „Nach vier Jahren ist das schon ein kleines Ritual geworden“, sagt sie. „Nach der Bescherung und dem Essen freuen wir uns immer auf das gemeinschaftliche Zusammenkommen.“

Und hier im Hauptbahnhof kommen wirklich alle zusammen: Alt und Jung, Kirchengänger und Einmal-im-Jahr-Besucher, alte Hasen und Neuankömmlinge. Alle stehen eng zusammen, schauen gemeinsam in die Textzettel und wünschen sich beim Gehen fröhliche Weihnachten.

Geschichte des Weihnachtskonzertes

1950 spielten die Posaunen das erste Mal im Hauptbahnhof. Der Vahrenwalder Posaunenchor gab damals ein kleines Weihnachtskonzert für die Spätheimkehrer aus russischer Gefangenschaft. Damit wurden sie willkommen geheißen. In den folgenden Jahren wiederholten die Hannoveraner das Konzert, kamen an Heiligabend zum Singen zusammen. Heute bekommt die Aktion so viel Zuspruch, dass Rettungsgassen in der Bahnhofshalle freigehalten werden müssen.

Von Lisa Neugebauer

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