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Stadt Hannover Petticoat und Rock ’n’ Roll: Besucher reisen beim Museumsfest in die Fünfzigerjahre
Aus der Region Stadt Hannover Petticoat und Rock ’n’ Roll: Besucher reisen beim Museumsfest in die Fünfzigerjahre
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17:38 08.09.2019
Designerin Astrid Jansen zeigt Kristin und Mel van der Linden, wie eine Tasche in Handarbeit entsteht. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Mit Toast Hawaii und Petticoats können Besucher im Historischen Museum Sonntag tief in die vergangenen Jahrzehnte abtauchen. Passend zur aktuellen Ausstellung „Hannoverwandelt“ mit historischen Fotos von 1946 bis 2019 zeigen Handwerkerinnen beim Museumsfest, was früher einmal brandaktuell war.

Friseurin Malena Herrmann demonstriert an einer Puppe, wie Frisuren in den Sechzigerjahren aussahen. „Hauptsache toupiert. Damals haben wohl fast alle Frauen so einen Helm getragen“, schätzt die 29-Jährige. Auch für sie selbst ist dies eine weit entfernte Epoche.

Erinnerungen an die Fünfzigerjahre

Nebenan schneidern Ulrike Evermann und Christine Benson einen Petticoat. „16 Meter Tüllstoff in sieben Lagen brauchen wir dafür. Sonst fällt der Unterrock unter dem Kleid wieder in sich zusammen“, erklärt Benson. Es läuft Rock ’n’ Roll, eine Vespa ruft bei älteren Besuchern Erinnerungen an die Fünfzigerjahre hervor.

Die beiden Schneidermeisterinnen haben zur Anschauung Kleider aus verschiedenen Jahrzehnten mitgebracht. Ein besonders schrilles Kostüm hat Benson in den Achtzigerjahren selbst getragen. Manchmal ist es auch gut, wenn die Zeit sich weiterdreht.

Spielen wie früher

Charlotte (6) und Klara Mathilda (3) erfreuen sich am Dosenwerfen. Quelle: Tim Schaarschmidt

Im Hof probieren Kinder alte Spiele aus. Die sechsjährige Charlotte und ihre kleine Schwester Klara Mathilda werfen mit Begeisterung auf bunte Dosen. Dann will die Dreijährige unbedingt zum Sackhüpfen. Ihre Mutter Sara Voß-Rohde schätzt diese Spiele noch aus der eigenen Kindheit. „Ich finde es toll, dass Kinder so etwas eigenständig machen können. Heute betreiben Eltern oft einen viel zu großen Aufwand.“

Besucherin Kristin van der Linden sieht Modedesignerin Astrid Jansen dabei zu, wie diese Leder mit einem Werkzeug namens Halbmond zuschneidet. Jansen führt die Arbeitsschritte bis zur fertigen Handtasche vor. „Das Handwerk des Sattlers hat sich eigentlich nicht geändert“, erläutert die Taschenherstellerin. Die Besucherin ist beeindruckt, auch von der Fotoausstellung. „Ich komme aus Hannover und habe vieles wiederentdeckt. Der Wandel der Stadt ist aber erstaunlich.“

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Von Bärbel Hilbig

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