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Stadt Hannover Fotograf Holger Hollemann geht in den Ruhestand
Aus der Region Stadt Hannover Fotograf Holger Hollemann geht in den Ruhestand
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00:19 27.02.2019
am 15.01.2016 in Hannover (Niedersachsen). Foto: Holger Hollemann/dpa Quelle: Holger Hollemann
Hannover

 Sie kennen ihn alle, Ministerpräsidenten, ehemalige Bundeskanzler – und er kennt sie alle. Denn Holger Hollemann (65) hat fast alle fotografiert, die Rang und Namen hatten und nach Hannover kamen. Und der Dalai Lama setzte sich mit dem freundlichen Fotografen selbst vor die Kamera, als er vor gut drei Jahren nach Hannover kam. Vielleicht liegt es an Holles einnehmenden Wesen. Mit der Queen hingegen war er nicht so vertraut.

Als Fotograf früh Feuer gefangen

Am Freitagabend hat sich die Deutsche Presseagentur vom Hannoveraner Hollemann verabschiedet, der seit 1973 das Fotografenhandwerk ausübt und bei Joachim Giesel in die Lehre ging. Seine Leidenschaft entdeckte der Fotograf mit 18 Jahren, als er mit seinem Vater nach Langenhagen fuhr und unfreiwillig Zeuge des Unglücks eines Rennfahrers wurde. 150 Mark habe er damals beim „Langenhagener Echo“ für das Unfallfoto bekommen – eine Menge Geld für einen Schüler. Auch seinen Wehrdienst leistet er als Fotograf bei der Bundeswehr ab. Danach wird er freier Fotograf bei der „Bild“-Zeitung, seit 1985 erst freier, dann festangestellter Fotograf bei der Deutschen Presseagentur in Hannover. Eine lange Strecke für einen Fotografen, zumal in einer schnelllebigen Branche.

Ein freundliches Wesen bewahrt

Hollemann hat sich dabei stets ein sehr freundliches, höfliches Wesen bewahrt, obwohl manche Kollegen sich auch zu Raubauzen entwickeln konnten. Nicht zuletzt deshalb ließen sich auch Prominente gerne von ihm fotografieren, wie man auf einem bunten Bild mit den Scorpions, Thomas Gottschalk, dem damaligen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel und der früheren Kanzlerfrau Doris Schröder-Köpf sehen kann. Weltberühmtheit erlangten seine Fotos von der ICE-Katastrophe in Eschede. Als er am 3. Juni 1998 nach Eschede geschickt wurde, hieß es erst, es habe einen Güterzugunfall gegeben. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird ihm erst bewusst, als ein fassungsloser Feuerwehrmann ihm entgegenkommt. „Du glaubst nicht, was hier passiert ist.“ Später wird Hollemann sagen, dass er nach diesem Einsatz, in dem er feinfühlig gegenüber den Opfern und Helfern blieb, selbst hätte Hilfe in Anspruch nehmen können.

Der größte Coup seiner Laufbahn

Als einer seiner größten Coups gilt das Foto der am 11. Februar 1993 in Hannover gelandeten Lufthansa-Maschine Chemnitz. Die war in Frankfurt gekidnappt worden und sollte nach New York entführt werden. Hannover war nur als Ort zum Auftanken gewählt worden, auch sollte der Flugkapitän neue Flugpläne bekommen. Hollemann drückte auf den Auslöser, als die Pläne an zusammengeknoteten Kopfhörerkabeln vom Kapitän ins Cockpit gezogen wurde. Der Fotograf lag mit einem Tele-Objektiv im Graben an der Nordlandebahn.

Von Michael B. Berger

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