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Stadt Hannover Tödlicher Unfall am Kröpcke: Mann wird von Stadtbahn erfasst
Aus der Region Stadt Hannover Tödlicher Unfall am Kröpcke: Mann wird von Stadtbahn erfasst
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19:49 03.11.2019
Teile des U-Bahnhofs Kröpcke in Hannover blieben zweieinhalb Stunden gesperrt. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Ein 25-jähriger Mann ist am Sonntagmittag von einer Stadtbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei Hannover ereignete sich der Unfall im Tunnel zwischen den Stationen Steintor und Kröpcke, ein Zug der Üstra-Linie 4 war in Richtung Roderbruch unterwegs. Wegen des Rettungseinsatzes kam es zu stundenlangen Sperrungen und diversen Ausfällen auf Stadtbahnstrecken. Seit etwa 14.30 Uhr rollen die Züge wieder – allerdings mit Verspätungen. Die Hintergründe für den tödlichen Zusammenstoß sind noch unklar.

Feuerwehr, Polizei und Üstra waren am Kröpcke im Einsatz. Quelle: Constantin Paschertz

Der Unfall ereignete sich gegen 11.45 Uhr rund 250 Meter hinter der Haltestelle Steintor. „Der Mann war offenbar auf den Gleisen unterwegs, als er von der Stadtbahn erfasst wurde“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. „Er war sofort tot.“ Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren am Kröpcke im Einsatz. Völlig unklar ist, weshalb der 25-Jährige aus Hannover im Stadtbahntunnel unterwegs war. „Wir schließen ein Fremdverschulden derzeit aber aus“, sagt Hasse. Wahrscheinlich handle es sich um einen tragischen Unglücksfall oder Suizid.

Stadtbahnfahrer erleidet Schock

Der 60-jährige Stadtbahnfahrer erlitt einen Schock und musste vor Ort vom Rettungsdienst betreut werden. Im Zug waren laut Üstra zum Unfallzeitpunkt zwischen 100 bis 120 Passagiere. „Sie wurden durch Mitarbeiter von uns aus der Bahn evakuiert und durch den Tunnel zum Kröpcke geführt“, sagt Unternehmenssprecherin Katja Raddatz. Nach Polizeiangaben blieben alle Fahrgäste unverletzt.

Die Fahrgäste der Unfall-Stadtbahn mussten den Zug verlassen und wurden zum Kröpcke begleitet. Quelle: Christian Elsner

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs hat der Verkehrsunfalldienst der Polizei die weiteren Ermittlungen aufgenommen. „Unter anderem wurde veranlasst, alle Videoaufzeichnungen in dem Bereich zu sichern“, sagt Hasse. Möglicherweise erfahren die Beamten dadurch zumindest, ob der junge Mann vom Steintor oder Kröpcke kam. Gleichzeitig bitten die Ermittler unter Telefon (0511) 109 18 88 um Zeugenhinweise.

Laut Üstra-Sprecherin Raddatz ist es unmöglich zu verhindern, dass Personen unerlaubt in den Tunnel gehen. Warnsysteme, die Menschen erkennen und Züge dann zum Stillstand bringen, gebe es zudem nicht.

Ausfälle auf den Linien 4, 5, 6 und 11

Wegen des Einsatzes kam es auf den Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11 in beiden Richtungen zu massiven Behinderungen. Die Linien 4 und 5 aus Richtung Roderbruch beziehungsweise Anderten fuhren nur bis zum Aegidientorplatz, aus der Gegenrichtung Stöcken/Garbsen war am Königsworther Platz Endstation. Auch die Linien 6 und 11 fuhren lediglich bis zum Rand der Innenstadt. In der City selbst richtete die Üstra für zweieinhalb Stunden einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein, erst gegen 14.30 Uhr konnte der Abschnitt zwischen Steintor und Kröpcke freigegeben werden. Mit deutlichen Verspätungen nahm der Stadtbahnverkehr wieder seinen Betrieb auf.

Alle aktuellen Polizeimeldungen

Die aktuellsten Polizeinachrichten aus Hannover lesen Sie hier in unserem Ticker.

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Die folgende Telefon-Hotline ist kostenfrei und 24 Stunden lang am Tag zu erreichen:

0800 - 111 0 111

oder

0800 - 111 0 222

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Per Email oder Chat: unter www.telefonseelsorge.de

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