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Stadt Hannover Hunderte Kinder erobern die Oper
Aus der Region Stadt Hannover Hunderte Kinder erobern die Oper
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00:15 28.01.2015
Von Mathias Klein
Unbegrenzte Möglichkeiten beim „Nordamerika“-Kinderfest in der Staatsoper: Matthis posiert als Astronaut. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Natürlich. Es gibt Indianer, es gibt Rock’n’Roll und es gibt eine richtige Spielhölle im Western-Salon. Und es gibt auch Popcorn. Beim diesjährigen Kinderfest in der Oper ging es auf den „Kontinent der Abenteuer – Nordamerika“, wegen des großen Publikumsandrangs wie immer in zwei Schichten.

Die jungen Besucher können mit einer Rakete zu fernen Planeten fliegen, sich auf der Mondoberfläche im Astronautenanzug fotografieren lassen, Gold schürfen oder mit dem Lasso werfen. Und überall stehen Eltern und Großeltern, die stolz den Nachwuchs fotografieren und filmen. Großer Andrang herrscht bei Tanzpädagogin Gabriele Hägele, die die Kinder zu einem Hawaianischen Tanz einlädt und dabei auch gleich eine Choreographie kreiert. Dicht umlagert sind auch die Bastelstände. Hier können die jungen Besucher unter anderem kleine Indianerzelte oder indianische Traumfänger basteln. Die siebenjährige Lina ist ganz begeistert von ihrer Amulett-Kette, die sie sich selbst zusammengestellt hat. „Die nehme ich morgen mit in die Schule“, sagt sie.

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Die Reise in den Wilden Westen beginnt in der Oper zunächst musikalisch mit dem Niedersächsischen Staatsorchester. Zu hören sind unter anderem Filmmusik aus dem Western „Die Glorreichen Sieben“ von Elmer Bernstein oder die Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé. Dirigent Siegmund Werkmeister und der kleine Vampir Heini erklären zwischendurch dem jungen Publikum die einzelnen Musikstücke.

Ina Maria Goldbach ist mit ihren beiden Kindern sogar extra aus Oldenburg für das Kinderfest angereist. „Wir sind schon im vergangenen Jahr hier gewesen, und die beiden Kinder wollten unbedingt wiederkommen“, berichtet sie. Und so haben sie einen Besuch bei den Großeltern der Kinder mit dem Besuch des Kinderfestes verbunden. Goldbach lobt vor allem die große Bandbreite der Veranstaltung in der Oper. „Da ist für jedes Kind etwas dabei“, sagt sie. Es sei deutlich zu spüren, mit wie viel Liebe für Kinder das Opernteam das Fest vorbereite. „Und die Mitarbeiter haben hier mit den Kindern so viel Geduld“, lobt sie.

Nicole Kleinemeier aus Gehrden gefällt vor allem, wie die Kinder mit dem Fest an die Oper herangeführt werden. „Das geht schon mit dem Orchester los“, sagt die Mutter einer neunjährigen Tochter. Die Musiker präsentierten die Musikstücke so gut, dass Kinder davon begeistert seien. „Als ich früher in die Oper musste, gab es noch nicht so eine Oper zum Anfassen“, berichtet sie. Es sei schön, dass die Kinder hier so viel ausprobieren könnten, wie zum Beispiel auch die klassischen Musikinstrumente.

Dort sitzt gerade die sechsjährige Jasmin Fischer und erzeugt Töne aus einem Cello. Allerdings ist das für die junge Hannoveranerin fast schon Routine. Stolz berichtet die Erstklässlerin, dass sie im schulischen Musikunterricht schon Klarinette und Fagott spielen durfte. Jasmin zieht es weiter, sie macht jetzt mit beim Rock’n’Roll.     

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