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Stadt Hannover Denkmalschutz für das Ihme-Zentrum?
Aus der Region Stadt Hannover Denkmalschutz für das Ihme-Zentrum?
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00:16 04.06.2015
In der Zukunft wieder belebt? Der Innenraum des Ihme-Zentrums. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion am Freitagabend in der Diskussionsreihe „Dialog an Deck“. Darin beschäftigten sich die Teilnehmer aber nicht nur mit der Zukunft, sondern auch mit der Vergangenheit des Ihme-Zentrums. Kernfrage dabei: Wie konnte es so weit kommen?

„Die Strukturen, die das Ihme-Zentrum steuern, sind eine Besonderheit und in der Form auch kaum händelbar“, sagte SPD-Ratsherr Martin Hanske. Eine Kombination aus Wohnen und Gewerbe könne in der Form nicht von Eigentümern gestützt werden, meint er. Neue Investoren zu finden werde so immer schwieriger. „Und auch die Stadt kann dabei durch Förderung zwar Hilfestellung leisten, allerdings nur begleitend tätig werden“, sagte Hanske.

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Dass das Konzept der „Stadt in der Stadt“ durchaus Bestand hat, könne man an Beispielen wie der Gropiusstadt in Berlin sehen, sagte Christine Hannemann, Professorin für Architektur- und Wohnsoziologie an der Universität Stuttgart. „Der Unterschied zum Ihme-Zentrum ist, dass der Gropiusstadt ein kommunales Eigentümerkonzept zugrunde liegt“, sagte die Professorin.

Konsens herrschte bei der Frage, was eine Revitalisierung voraussetzt. „Zuerst einmal ist wichtig, das Ihme-Zentrum in den Stadtteil Linden hinein zu öffnen“, sagt Hanske, schließlich würden die Investoren ihr Geld nicht mit einer Ruine, sondern ausschließlich mit einem lebhaften Objekt verdienen können.

Multimedia

Die Multimediareportage über das Ihme-Zentrum.

Journalist Constantin Alexander, seit rund einem Jahr selbst Bewohner des Komplexes, sagte: „Das Ihme-Zentrum muss zuallererst einen Imagewandel schaffen. Ein bisschen Kultur, ein bisschen Einkaufen, verschiedene Nationen unter einem Dach — eine Mischform wäre vermutlich die beste Lösung.“

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