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Stadt Hannover Käßmann predigt in der List
Aus der Region Stadt Hannover Käßmann predigt in der List
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17:36 15.01.2017
Luther-Botschafterin Margot Käßmann in der Matthäuskirche im Stadtteil List. Quelle: Mathias Klein
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Hannover

Die ehemalige Landesbishöfin kritisierte die deutschen Behörden, weil sie hier getaufte Flüchtlinge einem Glaubenstest unterziehen. "Das ist unerträglich", sagte Käßmann. Die Behörden stellten in den Tests Fragen, die so schwer seien, dass sie auch kein deutscher Christ beantworten könne. Käßmann betonte die Trennung von Staat und Kirche. Daher dürfe über ein Taufbegehren nur die Kirchengemeinde entscheiden.

Die Luther-Botschafterin rechtfertigte in der Predigt ihre umstrittene Reise zu Silvester zur Datumsgrenze, um als eine der ersten das neue Jahr zu begrüßen. "Das musste sein, ja", sagte Käßmann. Es zeige, dass der Glaube nicht an Grenzen halt machen.

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Sie forderte die deutschen Christen auf, von anderen Nationen und Kulturen etwas für den eigenen Glauben zu lernen. Als Beispiel nannte sie den Gesang. Es wäre schön, wenn die deutschen Kirchenlieder mit so viel Inbrunst gesungen würden, wie Gospelsongs, meinte Käßmann.

Gäste des Gottesdienstes waren unter anderem Oberbürgermeister Stefan Schostok und Sozialministerin Cornelia Rundt. Die Organisatoren der interkulturellen Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr bereits zum 7. Mal gefeiert wurde, mussten zahlreiche Besucher an der Kirchentür abweisen, weil das Gotteshaus bereits voll war. Der Gottesdienst wurde nach draußen übertragen.

Im Anschluss an den Gottesdienst verwandelten Helfer den Kirchenraum innerhalb von 20 Minuten in einen Festsaal mit langen Tischen. Dann wurde gegessen (vegetarische Lasagne) und weiter Weihnachten gefeiert.

Von Mathias Klein

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