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Stadt Hannover Klaus Meine verschenkt Lederjacke an Museum
Aus der Region Stadt Hannover Klaus Meine verschenkt Lederjacke an Museum
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20:50 04.07.2017
Von Uwe Janssen
Klaus Meine (Mitte) mit Helge Zychlinski (l.) und Karl Hans Konert. Quelle: Janssen
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Hannover

Bis Dienstag standen nahe dem Eingang im Bissendorfer Richard-Brandt-Heimatmuseum zwei Vitrinen. Eine mit signierten Schallplatten von Opernsängerin Helen Donath, Comicmäusen von Zeichner Uli Stein und einer Lederjacke von Heinz Rudolf Kunze. Und daneben eine mit einem kleinen Schild: „Scorpions ???“. Das Schild kann jetzt weg, das ??? ist beantwortet.

Dann war Klaus Meine da und hat was mitgebracht, damit die Devotionaliensammlung von Wedemärker Stars wieder ein Stück wächst. Eine Lederjacke, die der 69-Jährige bei seinem letzten Auftritt im schleswig-holsteinischen Metal-Mekka Wacken getragen hat, „aber die ist so schwer“. Und eine Balalaika, die der Scorpions-Sänger einst von einem russischen Anhänger geschenkt bekommen habe. „Die Fans dort sind wirklich liebevoll und machen sich sehr viele Gedanken.“ Nächste Woche geht es schon wieder für Fernsehaufnahmen nach St. Petersburg.

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Mit Bürgermeister Helge Zychlinski und Museumsleiter Karl Hans Konert plauschte er abwechselnd über Dorfleben („Wir leben seit 35 Jahren in der Wedemark und haben uns einfach in die Gegend verliebt“) und Weltruhm („Amerika, Sotschi, Moskau und die letzte Show der Tour in Kiew“), er ließ sich das Museum zeigen, notierte „Die Wedemark rockt“ ins Gästebuch und beantwortete die wirklich wichtigen Fragen wie diese: „Pfeifen Sie zu Hause auch?“ Antwort: „Fragen Sie mal meine Nachbarn!“

Die Mitbringsel sind zunächst eine Art Dauerleihgabe, aber Meine dachte beim Anblick des noch leeren, mannshohen Glasschranks („Da ist ja noch wirklich viel Platz“) weniger an Rücknahme als vielmehr an eine Erweiterung der Sammlung. Auch Matthias Jabs wohne ja in der Wedemark, und der habe ja vielleicht auch noch eine Idee.

Schon vergangene Woche war Meine mit seinen Scorpions als Wohltäter in der Heimat aktiv geworden. Für das Clementinenhaus in der List hatten sie ein vergoldetes Bandbild des Fotografen Udo Weger versteigern lassen und dem Krankenhaus mit dem 15 000-Euro-Erlös geholfen, neue Betten anzuschaffen. Eine Ausstellung mit Wegers Scorpions-Bildern ist noch bis zum 9. Juli im Gartensaal des Neuen Rathauses zu sehen.