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Stadt Hannover Grüne und FDP büßen Sitze in Bezirksräten ein
Aus der Region Stadt Hannover Grüne und FDP büßen Sitze in Bezirksräten ein
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06:00 24.09.2016
Von Andreas Schinkel
Quelle: Reinhardt (Symbolbild)
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Hannover

Die Mehrheitsverhältnisse in den Gremien ändern sich dadurch nicht. „Solche Korrekturen sind im Einzelfall sicherlich ärgerlich, lassen sich aber nicht völlig verhindern“, sagt Wahlleiter Carsten Köller. In beiden Bezirken hätten mehrere Parteien sehr eng beieinander gelegen, sodass die Korrektur von wenigen Dutzend Stimmen bereits die Veränderung für einen Sitz bewirkten.

Im Bezirksrat Südstadt-Bult verliert Grünen-Vertreter Steffen Neumann sein Mandat an die Alternative für Deutschland (AfD), sodass AfD-Vertreter Markus van Egmond Mitglied des neuen Gremiums wird. Trotz des Sitzverlusts hat Rot-Grün eine knappe Mehrheit: elf von insgesamt 21 Stimmen. Man sei in guten Gesprächen für ein Bündnis, heißt es vonseiten der Grünen.

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In Buchholz-Kleefeld muss die FDP einen Sitz an die Linke abgeben. Das bedeutet: Die Liberale Eva Mempel ist nicht im Bezirksrat vertreten, dafür zieht Karsten Plotzki von den Linken in das Stadtteilparlament ein. Welche Mehrheiten sich im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld bilden, ist noch nicht absehbar. Für Rot-Grün reicht es jedenfalls nicht.

Der neue Rat trifft sich am 3. November zu seiner konstituierenden Sitzung. Schon jetzt gibt es zwei Nachrücker. Bei den Grünen hat der direkt gewählte Lindener Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube angekündigt, sein Mandat nicht anzunehmen. Für ihn wird aller Voraussicht nach Grünen-Parteichef Daniel Gardemin in den Rat einziehen. Bei der AfD ist Kandidat Jürgen Grobecker bereits vor der Wahl verstorben. Für ihn rückt Christoph Wichardt nach.

Im neuen Rat werden deutlich mehr Männer als Frauen vertreten sein; 45 Ratsherren und 19 Ratsfrauen. Zuvor war das Verhältnis ausgewogener (38 Männer, 26 Frauen). Die Mehrheit der Mandatsträger war schon im alten Rat vertreten, 26 neue Politiker werden am 3. November ihre Plätze im Ratssaal einnehmen. Das Durchschnittsalter liegt bei 48,2 Jahren. Jüngster Abgeordneter ist der AfD-Vertreter Sören Hauptstein (24 Jahre), ältester ist Gerhard Wruck von den „Hannoveranern“ (74 Jahre).

Eine Unsicherheit bleibt. Sobald das amtliche Endergebnis feststeht, kann Einspruch gegen die Wahl erhoben werden. Die CDU hatte das zunächst überlegt, weil die SPD in Herrenhausen-Stöcken ihre korrigierte Kandidatenliste nach Fristende beim Wahlbüro eingereicht hatte. Später kündigten die Christdemokraten an, auf einen Einspruch zu verzichten. Dennoch könnten andere Parteien auf die Idee kommen.

Conrad von Meding 24.09.2016
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