Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Polizei Hannover stoppt erste E-Scooter-Fahrer
Aus der Region Stadt Hannover Polizei Hannover stoppt erste E-Scooter-Fahrer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:35 26.06.2019
Zwei Männer aus Garbsen und Laatzen waren ohne gesetzlich vorgeschriebene Versicherungskennzeichen unterwegs. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Anzeige
Hannover

Sie sind erst seit wenigen Tagen legal, doch schon hat die Polizei Hannover die ersten beiden E-Scooter gestoppt: Am Montagabend hielten die Beamten einen 41-Jährigen im Garbsener Stadtteil Havelse auf, am Dienstagmittag dann einen 21-Jährigen an der Hildesheimer Straße in Laatzen. Sie beide waren ohne gesetzlich vorgeschriebenes Versicherungskennzeichen unterwegs. „Den Männern wurde die Weiterfahrt untersagt“, teilt Behördensprecher Mirco Nowak mit. Außerdem leiteten die Beamten Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein, die E-Scooter-Fahrer müssen mit einer Strafe von 40 Euro rechnen.

Strenge Regeln für E-Scooter

E-Scooter dürfen erst seit dem 15. Juni offiziell im deutschen Straßenverkehr genutzt werden. Doch es gelten strenge Regeln: Die elektrisch angetriebenen Zweiräder dürfen auf Radwegen fahren – wo es keine gibt, muss auf die Straße ausgewichen werden. Gehwege sind für E-Scooter tabu. Außerdem müssen die Gefährte über ein Versicherungskennzeichen verfügen sowie über eine Klingel. Das Mindestalter für das Fahren beträgt 14 Jahre, das erlaubte Höchsttempo liegt bei 20 Stundenkilometern. In Hannover sind bereits mehrere Anbieter in den Startlöchern, um künftig E-Scooter zu verleihen.

Anzeige

HAZ-Forum: Wie verändern E-Scooter Hannovers Straßen?

HAZ-Test: So fährt sich der erste E-Scooter

Gezielte Kontrolle mit Blick auf Radverkehr

Der 21-Jährige war den Beamten der Inspektion Süd im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle mit Blick auf den Radverkehr aufgefallen. In Misburg, Döhren, der Südstadt und Laatzen registrierten die Polizisten zwischen 7 und 14.30 Uhr insgesamt 122 Verstöße – ein Großteil von Radlern selbst. 85 von ihnen fuhren auf der falschen Seite und 27 ignorierten rote Ampeln. „Darüber hinaus nutzten fünf Personen verbotswidrig ein Handy während der Fahrt“, sagt Polizeisprecher Nowak. In einem weiteren Fall fuhr der Radfahrer auf dem Gehweg.

Besonders uneinsichtig war aber ein Mann, den die Polizei gleich mehrfach anhalten musste. Anfangs fuhr der Radler auf der falschen Straßenseite, unmittelbar nach der ersten Kontrolle stoppten Zivilbeamte ihn erneut: Der Mann war wieder als Geisterradler unterwegs, dazu fuhr er noch über eine rote Ampel. „Nun erwarten ihn insgesamt drei Anzeigen“, sagt Nowak.

Beinahunfall: Autofahrerin ignoriert Vorfahrt

Doch nicht nur die Radfahrer standen im Fokus: An der Ecke von Hildesheimer und Peiner Straße ignorierte eine Autofahrerin beim Linksabbiegen die Vorfahrt einer Radlerin. „Diese konnte eine Kollision nur noch durch Bremsen verhindern“, sagt Nowak. Darüber hinaus stoppten die Beamten einen Mann, der seinen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte, und ertappten einen weiteren Autofahrer, der seinen Wagen verbotenerweise auf einem Behindertenparkplatz abgestellt hatte.

Alle aktuellen Polizeimeldungen

Die aktuellsten Polizeinachrichten aus Hannover lesen Sie hier in unserem Ticker.

Im Video: E-Scooter-Anarchie – Paris erlässt strenge Regeln

Von Peer Hellerling

Anzeige