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Stadt Hannover Bezirksrat will Halim Dener-Dokumentation und Ausstellung
Aus der Region Stadt Hannover Bezirksrat will Halim Dener-Dokumentation und Ausstellung
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17:23 10.10.2019
Auch in diesem Jahr haben zum Todestag von Halim Dener wieder Aktivisten demonstriert. Quelle: Michael Wallmüller
Linden-Nord

Der Bezirksrat Linden-Limmer lässt nicht locker: Mit großer Mehrheit hat das Gremium jetzt gefordert, dass die Stadt eine Dokumentation und Ausstellung über den kurdischen Aktivisten Halim Dener erstellt oder in Auftrag gibt. Eine solche Schau könnte in hannoverschen Freizeitheimen, im Raschplatz-Pavillon und schließlich dauerhaft im Historischen Museum zu sehen sein, heißt es in dem Antrag, den Piraten-Einzelvertreter Thomas Ganskow eingebracht hat.

Platz könnte Unfrieden stiften

2017 hatte der Bezirksrat mit den Stimmen von Grünen, Linken und Piraten beschlossen, den bisher namenlosen Platz nahe der Velvetstraße in Linden-Nord nach dem 16-jährigen Kurden zu benennen, der 1994 bei einem Handgemenge mit Polizisten am Steintor erschossen worden war. Doch das Vorhaben scheiterte im vergangenen Jahr nach einer langen Auseinandersetzung mit der Stadtspitze und der Kommunalaufsicht – beide meinten, ein Halim-Dener-Platz werde Unfrieden vor allem bei türkischen Stadtbewohnern stiften. Schließlich befand das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, dass der Bezirksrat nicht gerichtlich gegen die Kommunalaufsicht vorgehen dürfe.

„Versprechen von Schostok

Daniel Gardemin, der für die Grünen in Rat und Bezirksrat sitzt, erinnerte daran, dass der damalige Oberbürgermeister Stefan Schostok nach dem Scheitern der Platzbenennung zugesichert habe, die Möglichkeit einer Dener-Dokumentation zu prüfen. Antragsteller Ganskow meint, dabei handele es sich um einen „Teil der hannoverschen Stadtgeschichte“. Die Stadt solle für eine Ausstellung „wissenschaftliche Expertise“ einholen und „möglichst auch alle Interessengruppen“ einbeziehen. Gegen die Stimmen von SPD und CDU wurde das so beschlossen.

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Von Juliane Kaune

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