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Stadt Hannover Hannovers jüngster Friedhof in Lahe wird 50
Aus der Region Stadt Hannover Hannovers jüngster Friedhof in Lahe wird 50
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00:16 27.09.2018
50. Geburtstag Stadtfriedhof Lahe Quelle: Marius Klingemann
Lahe

Der Stadtfriedhof Lahe wird aufgrund der offenen und weitläufigen landschaftlichen Ausgestaltung mitunter als „Sonnenfriedhof“ bezeichnet. Passenderweise präsentierte sich der Himmel dann auch in freundlichem Blau, als das Areal an der Laher-Feld-Straße nun seinen 50. Geburtstag feierte. Die Besucher erlebten dabei ein vielfältiges Programm.

Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette eröffnete den Festtag mit einer Rede in der gut gefüllten Kapelle. Die Grünen-Politikerin hob dabei unter anderem die „bundesweit beispielhaften“ baulichen und gestalterischen Standards hervor, die der Stadtfriedhof mit seiner asymmetrischen Aufgliederung und die durch Wälle getrennten Grabfelder nach wie vor setze. Insbesondere sei jedoch hervorzuheben, dass hier „ein Ort für alle Menschen“ bestehe – unabhängig von Kultur und Weltanschauung.

Dieses Leitbild spiegelt sich zum einen in den Grabfeldern der jesidischen und liberalen jüdischen Gemeinde wider, welche die Besucher auf dem rund 36 Hektar großen Friedhofsareal entdecken konnten. Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung fand zudem eine interreligiöse Gedenkfeier statt, bei der neben den genannten Weltanschauungen etwa auch Christen, Muslime und Buddhisten Gebete sprachen oder ihre Gedanken zu Leben und Tod vorstellten. Begleitet wurden sie von musikalischen Darbietungen der hannoverschen Jungflötistin Marie Leinpinsel.

„Unser Ansatz ist, dass ein Friedhof kein Tabuthema zu sein braucht“, sagte Cordula Wächtler, Leiterin des Bereichs Städtische Friedhöfe. Getreu diesem Motto fanden den ganzen Tag über verschiedene Führungen statt, zum Beispiel in das zugehörige Krematorium oder als Poetry-Slam-Spaziergang mit den Schriftstellern Klaus Urban und Kersten Fenter. Viele Interessierte erkundeten den 1968 eingeweihten und damit jüngsten Stadtfriedhof Hannovers aber auch auf eigene Faust und besuchten die Grabstätten bekannter Bürger wie der Fotografin Aenne Heise oder des Schauspielers Günther Neutze.

Darüber hinaus stellten verschiedene Institutionen ihre Arbeit vor, darunter die Steinmetz-Innung und der BUND. Die Stadt Hannover zeigte einige Friedhofsfahrzeuge und informierte über die Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Grab- und Landschaftsbau. Ein besonderes Highlight war eine Diskussion von Cordula Wächtler und Ruprecht Dröge, der den Laher Friedhof als junger Landschaftsarchitekt einst gestaltet hat. Der heute 87-Jährige hob die baulichen Herausforderungen seinerzeit hervor und freute sich umso mehr darüber, dass der Stadtfriedhof „den Menschen auch in Zukunft erhalten bleiben wird“.

Von Marius Klingemann

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