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Stadt Hannover 86 Kita-Kinder müssen nach Brand umziehen
Aus der Region Stadt Hannover 86 Kita-Kinder müssen nach Brand umziehen
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06:00 11.05.2019
Die Kita in der Ricklinger Straße 93 bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Quelle: Juliane Kaune
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Hannover

Der Brand in dem Kita-Gebäude an der Ricklinger Straße in Linden-Süd hat für die betroffenen Familien längerfristige Folgen: Die Eltern müssen sich darauf einstellen, dass ihre Töchter und Söhne bis zu vier Wochen in andere Tagesstätten umziehen. Die 50 Kindergartenkinder werden ab Montag in der Kita im Verwaltungsneubau am Schützenplatz untergebracht, die eigentlich erst am 1. August in Betrieb gehen sollte. 22 Krippenkinder siedeln an den Sahlkamp um. Deutlich länger werden voraussichtlich die 14 Hortkinder andernorts einquartiert: Sie finden im Spielpark Linden eine Bleibe und kehren voraussichtlich erst Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres in die angestammten Räume zurück.

Kita Ricklinger Straße bleibt länger geschlossen

Zunächst war die Stadt davon ausgegangen, dass die Kita nach dem Ausbruch des Feuers für eine Woche geschlossen bleibt. Doch es stellte sich heraus, dass die Schäden des Brandes, der durch einen technischen Defekt in einem Kabelschacht ausgelöst wurde, weitreichender sind. Im Eingangsbereich und in der Küche im Erdgeschoss ist noch immer ein starker Brandgeruch wahrnehmbar, dessen Gefährdungspotenzial untersucht werden muss. Das Obergeschoss, in dem die Hortkinder untergebracht waren, wird vermutlich kernsaniert. Ein regulärer Betrieb in der Kita ist laut Stadtsprecherin Susanne Stroppe bis auf Weiteres nicht möglich.

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Im Verwaltungsneubau am Schützenplatz gibt es eine Kita, die übergangsweise für die Kinder aus Linden-Süd genutzt wird. Quelle: Moritz Frankenberg

„Wir konnten aber für alle Kinder kurzfristig eine geeignete Unterbringung organisieren“, betont Stroppe. Um die neue, nach gut 15 Minuten Fußweg von Linden-Süd aus erreichbare Kita am Schützenplatz vor dem eigentlichen Eröffnungstermin für die Kindergartenkinder nutzen zu können, musste improvisiert werden. Grundsätzlich seien die Räume bezugsfertig, sagt Stroppe. Aber Mobiliar musste übergangsweise besorgt werden. Pünktlich zum Wochenstart seien die Räume eingerichtet.

Bereits komplett ausgestattet sind die Räume in der DRK-Kita am Sahlkamp 143, in die die Krippenkinder einziehen. Denn die Einrichtung hat – wie berichtet – noch Plätze für zwei von vier Krippengruppen frei, weil es bisher zu wenig Anmeldungen gab. „Wir haben hier einen Anbau bekommen, alles ist neu und rundum eingerichtet“, sagt eine Mitarbeiterin der Kita. Bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs am 1. August könnten dort problemlos die Kinder aus der Ricklinger Straße betreut werden.

Individuelle Lösungen für den Transport möglich

Den Eltern aus Linden-Süd würden von der Stadt bei Bedarf „individuelle Lösungen“ ermöglichst, um den Nachwuchs an den Sahlkamp zu bringen, sagt Stadtsprecherin Stroppe. Noch habe es aber keine entsprechenden Nachfragen gegeben. Laut Stroppe ziehen alle Mitarbeiter der Kita Ricklinger Straße mit an die Übergangsstandorte, sodass stets genug Personal vor Ort sei.

In der DRK-Kita am Sahlkamp sind noch Plätze frei, in denen vorübergehend die Kinder aus der Ricklinger Straße betreut werden. Quelle: Villegas

Auch für die Hortgruppe, die vermutlich ein halbes Jahr lang im gut zehn Gehminuten entfernten Spielpark in Linden-Mitte unterkommen wird, sei genug Platz, sagt Stroppe. Die dortige Gruppe hat zurzeit nur sechs Kinder – mit den 14 Neuzugängen ist sie dann voll belegt.

Von Juliane Kaune

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