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Stadt Hannover Kita bleibt nach Brand für eine Woche geschlossen
Aus der Region Stadt Hannover Kita bleibt nach Brand für eine Woche geschlossen
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00:15 09.05.2019
Die Kita in der Ricklinger Straße 93 blieb schon am Montag zu. Quelle: Juliane Kaune
Hannover

Nach dem Brand in der städtischen Kita Ricklinger Straße in Linden-Süd müssen sich die Eltern von 95 Kindern darauf einstellen, das die Einrichtung mit Krippe, Kindergarten und Hort mindestens bis zum Ende dieser Woche geschlossen bleibt. Das hat die Stadt mitgeteilt. „Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, dass den Eltern entsprechende Übergangslösungen angeboten werden können“, sagt Sprecherin Susanne Stroppe. Wie die aussehen könnten, blieb noch unklar. Die Brandursache steht unterdessen fest: Laut Polizei ist ein technischer Defekt an Leitungen in einem Kabelschacht für das Feuer verantwortlich.

Eltern der Kita Ricklinger Straße sorgen sich

„Ich hoffe, es gibt einen Plan B“, sagt eine Mutter, deren Sohn in den Kindergarten und deren Tochter in den Hort geht. Das Feuer war in der Nacht zu Sonntag im Obergeschoss der Kita ausgebrochen und hatte einen Schaden von rund 75.000 Euro verursacht. Die Stadt hatte zunächst entschieden, die Einrichtung am Montag zu schließen, damit Experten das Gebäude untersuchen konnten. An der Tür informierte ein Zettel darüber. Nun stellte sich heraus, dass die beschädigten Bereiche noch intensiver geprüft werden müssen, zudem sind Schadstoffmessungen nötig.

Die Familien seien zeitnah unterrichtet worden, sagt die Mutter, die nur wenige Häuser entfernt wohnt und den Feuerwehreinsatz gegen 4.45 Uhr mitbekommen hat. „Wir hatten schon am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr einen Anruf von der Kita-Leitung. Danach haben sich die Eltern auch untereinander auf dem Laufenden gehalten.“ Die Informationsweitergabe über Telefonketten und soziale Medien hat offenbar funktioniert: Am Montagmorgen um 8 Uhr stand niemand vor den verschlossenen Türen.

Mit einem Zettel informiert die Kita über die Schließung. Quelle: Juliane Kaune

Allerdings sorgen sich die Eltern, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickeln wird. „Für diesen einen Tag konnten sich die meisten noch behelfen, aber danach wird es schwierig“, sagt die Mutter. Sicherheitshalber habe sie Unterstützung von den Großeltern aus dem Ruhrgebiet angefordert. Auch wollten die Kita-Eltern sich vernetzen und gegenseitig ein Notbetreuungsnetz aufbauen. Sie wisse von einer Alleinerziehenden, die ihr Kind schon am Montag mit zur Arbeit habe nehmen müssen, weil es keine alternative Betreuungsmöglichkeit gab.

Stadt fragt Betreuungsbedarf ab

Stadtsprecherin Stroppe sagt, der Betreuungsbedarf der Eltern werde derzeit abgefragt. Momentan seien 29 der Plätze an Kinder von Mitarbeitern des benachbarten Siloah-Krankenhauses vergeben, das ein Belegrecht hat. Man bereite sich bereits darauf vor, eine Notfallbetreuung direkt im Klinikum zu organisieren, erklärt Sprecher Bernhard Koch. Noch stehe aber nicht fest, wie viele Notfallplätze benötigt würden. „Wir werden alle Optionen prüfen und dann einen Vorschlag unterbreiten“, sagt Stroppe.

Rückzug der Kinder aus der Ihmekrippe steht bevor

Derzeit werden in der Kita Ricklinger Straße noch acht Kinder aus der Ihmekrippe im Ihme-Zentrum betreut, die seit Ende Februar wegen Schimmelbefall geschlossen ist. Die Stadt rechnet damit, dass die Mädchen und Jungen früher als geplant am 20. Mai zurückziehen können.

Von Juliane Kaune

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