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Stadt Hannover Lüttje Lage: Diskussion am Müllhaufen
Aus der Region Stadt Hannover Lüttje Lage: Diskussion am Müllhaufen
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18:00 05.06.2019
Bernd Haase Quelle: HAZ
Hannover

An der Qualität des Müllentsorgers Aha scheiden sich bekanntlich die Geister. Die einen halten ihn für das unfähigste Unternehmen der gesamten Branche, noch hinter denen von Rom und Neapel. Andere finden, dass sich Aha leidlich Mühe gibt, manchmal durchaus mit Erfolg. Vertreter beider Gruppen, eine davon repräsentiert durch mich, sind jetzt in Vahrenheide kurz hinter der Silberseebrücke an einem Radweg aufeinander getroffen.

An besagter Stelle befinden sich eine Bank, ein Papierkorb und seit einigen Tagen ein Müllhaufen von bemerkenswertem Umfang. Es handelt sich um mehrere, mittlerweile größtenteils geplatzte gelbe Säcke. Der Inhalt lässt darauf schließen, dass sie nicht aus einem Veganerhaushalt mit internem Strafkatalog bei Verstößen gegen die Regeln der Mülltrennung stammen. Spirituosenflaschen, Zigarettenschachteln, leere Chipstüten und Pappen mit Biermarkenaufdruck befinden sich darunter.

Als ich die Sache näher betrachtete, traf ich auf zwei Spaziergänger, die über Aha schimpften. Die Stadtreinigung habe versagt, der Müll gammele vor sich hin, man erwarte demnächst Ratten. Ich wandte ein, man müsse die Schuld denjenigen geben, die das Zeug in die Landschaft geschmissen und dabei auch noch einige Mühen auf sich genommen haben. Außerdem könne Aha nicht ständig in der gesamten Stadt unterwegs sein.

Wir kamen nicht wirklich auf einen Nenner, sondern in eine Diskussion darüber, ob Hannover nun prinzipiell eine eher saubere (ich) oder dreckige (die beiden Spaziergänger) Stadt sei. Am Ende einigten wir uns darauf, den Dreckberg zu melden. Ist hiermit geschehen. Wenn Aha was für sein Image tun will, dann schauen ein paar Mitarbeiter schleunigst an der Stelle vorbei. Es lohnt sich.

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Von Bernd Haase

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