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Stadt Hannover Ideen-Boulevard präsentiert kreatives Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Ideen-Boulevard präsentiert kreatives Hannover
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00:17 17.08.2018
Kreative Ideen, viele Besucher: Der Ideen-Boulevard am Nordufer. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Die kleinste Disco der Welt befindet sich in einer Telefonzelle am Maschsee. Am Dienstag konnten Besucher in dem Mini-Club Selfies schießen und sich filmen lassen, während sie zu Musik tanzten – das Video wurde auf Wunsch sofort an die eigene Mailadresse geschickt. Die Idee der hannoverschen PR-Agentur rlvnt gehörte am Dienstag zu den Hinguckern beim Ideen-Boulevard, den die Maschseefest-Veranstalter HVG, das Kreativnetzwerk kreHtiv und die Initiative Digitales Hannover zum zweiten Mal an Hannovers Haussee organisiert haben.

Auf der Flaniermeile am Nordufer präsentierten 33 lokale Startups und Kreative in 27 Pavillons ihre Ideen. Nicht nur das „digital-liebenswerte“ Hannover wurde sichtbar, wie Katharina Nörthemann von der Initiative Digitales Hannover die Ziele des Events beschreibt, auch viele Kleinunternehmer mit individuellen Handwerksprodukten, selbst produzierten Handtaschen und Accessoires aus Hannover zeigten sich.

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Trotz der zeitweise heftigen Regenschauer flanierten viele Besucher auf dem Ideen-Boulevard entlang und ließen sich von den hannoverschen Startup-Unternehmen inspirieren. Auch der Kulturhauptstadtkiosk des Kulturbüros war am Nordufer aufgebaut, um den Besuchern Süßigkeiten und einen kleinen Plausch anzubieten – ganz nach dem Motto „Nachbarschaftskultur“.

Thomas Borcholte (62), einer der Preisträger des Hannoverimpuls-Wirtschaftswettbewerbs, nahm sich viel Zeit, um die einzigen Stände zu besichtigen: „Unheimlich gute Initiative und eine schöne Idee. Es ist eine tolle Möglichkeit zu zeigen, was Hannover alles kann. Hannover als Erfinderstadt, das passt perfekt.“

Im Anschluss klang die Veranstaltung im Madsack See-Salon aus, mit dabei prominente Vertreter der Stadtgesellschaft wie Raoul Roßmann (Drogerie Rossmann), Oliver Frese (Messevorstand), Sabine Tegtmeyer-Dette (Wirtschaftsdezernentin) und Stefan Becker (Sparkasse).

Wie Digitalisierung bei der HAZ aussieht erklärt Volontärin Julia Polley (rechts) Luisa Preitauer. Auf dem Ipad präsentiert die Volontärin die Digitalprojekte der Zeitung. Quelle: Christian Behrens

Hannover neu entdecken

HAZ-Volontärin Julia Polley (re.) erklärt Besucherin Luisa Preitauer (20), wie die HAZ digital arbeitet. Am Beispiel der Wasserstadt in Limmer und eines 24-stündigen Zoobesuchs lässt sich zeigen, wie die Zeitung beim multimedialen Storytelling neue Wege geht: „Wir zeigen, was Zeitung heute auch ist. Wir bereiten Geschichten multimedial auf – mit Videos und Bildergalerien. Wir nutzen online und in der Zeitung alle Möglichkeiten.“

Maik Buitmann (li, 25) erklärt Meret Kopanski Anwendungen, mit denen Musik per Wisch-Funktion erstellt werden kann. Quelle: Christian Behrens

Musik mit einem Wisch

Wer braucht schon Musikinstrumente, wenn es Apps für Tablets und Smartphones gibt? So sehen es jedenfalls die Auszubildenden vom Musikzentrum Hannover. Sie stellten Anwendungen vor, mit denen Musik per Wisch-Funktion erstellt werden kann. „Wir wollen vor allem Jugendliche ohne musikalische Vorkenntnisse leichter an Musik heranführen“, erklärt Maik Buitmann (25) vom Musikzentrum Hannover.

Maximilian Richter vom Start-up Neofarms aus Wülfel zeigt an einem Stand seine Vision eines vollautomatisierten Indoor-Gartens. Quelle: Christian Behrens

Vollautomatisches Gärtnern

Was wohl traditionelle Laubenpieper davon halten? Maximilian Richter vom Start-up Neofarms aus Wülfel zeigt an einem Stand seine Vision eines vollautomatisierten Indoor-Gartens. Das Ziel des Unternehmens ist es, den Prototypen eines Schranks herzustellen, in dem jeder Salat und Gemüse züchten kann. „Hannover ist eine grüne Metropole, und wir wollen das Grüne von draußen nach drinnen bringen“, sagt Richter.

„Wir testen neue Technologien wie zum Beispiel Laser, um das Leder zu schneiden und unsere Logos zu gravieren“, erklärt Beatrice Huber, die Ledertaschen und Accessoires produziert. Quelle: Christian Behrens

Das Spiel mit den Taschen

Eigentlich ist Beatrice Huber aus ihrer Heimat Guatemala nur zum Studium nach Hannover gekommen – doch jetzt produziert sie in Sarstedt Ledertaschen und Accessoires mit Materialien aus ihrer Heimat. „Wir testen neue Technologien wie zum Beispiel Laser, um das Leder zu schneiden und unsere Logos zu gravieren“, erklärt die Unternehmerin, deren Produkte bisher nur im Internet zu erwerben sind.

Von Marleen Gaida

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