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Stadt Hannover Keine Gastronomie – und die Stadt zahlt trotzdem
Aus der Region Stadt Hannover Keine Gastronomie – und die Stadt zahlt trotzdem
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21:04 12.09.2019
Misburger Freibad: Badevergnügen ja, Verpflegung nur für Selbstversorger. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Misburg

Wer im Sommer im Misburger Bad auf ein kühles Getränk, Süßigkeiten oder Snacks gehofft hatte, wurde enttäuscht. Bestrebungen der Stadt, auf Antrag der CDU einen Kiosk oder mobilen Verkaufsstand im Freibad einzurichten, sind an bestehenden Mietverträgen gescheitert – ob es wenigstens im kommenden Sommer wieder einen Kiosk geben wird, ist noch offen.

Vertrackte Situation

Die Lage ist vertrackt, wie die Verwaltung jetzt auf Anfrage der SPD erläuterte. Der Vertrag mit dem Mieter der Gastronomie im benachbarten Hallenbad ist das Problem: Das ist die Firma „Fit & Style“ von Panagiotis Sifnios. Wegen Einsturzgefahr als Folge von Baupfusch hatte die Stadt das Hallenbad vor vier Jahren kurzfristig geschlossen – und damit Sifnios ziemlich abrupt vor die Tür gesetzt. In der Folge gab es dann auch keine Versorgung im Freibad mehr.

Den Betrieb nur eines Freiluftkiosks lehnte Sinifios nach Angaben der Stadt bisher ab. Er hatte nach dem Ende des Betriebes im Hallenbad gesagt, er sei wirtschaftlich auf die Gastronomie angewiesen – auf die ganzjährige im überdachten Bad, nicht auf eine saisonale im Freibad.

Stadt hat keine Handhabe

Die Stadt kann ihn nach Auskunft von Bezirksratsbetreuer Gerd Selig auch nicht zwingen: „Der Mieter ist zu einem Kioskbetrieb im Freibad nicht verpflichtet“. Mehr noch: Vereinbart ist auch eine Wettbewerbsschutzklausel, was zur Folge hat, dass die Stadt keinen anderen Betreiber verpflichten darf.

Weil außerdem im Hallenbad das Restaurant und der Imbiss nicht betrieben werden können, ist die Stadt auch noch schadenersatzpflichtig und leistet Sifinios monatliche Entschädigungen in nicht genannter Höhe. „Der Mietvertrag mit Fit&Style“ läuft bis zum Jahr 2024“, teilte Bezirksratsbetreuer Selig nun mit. Sifnios war nicht für einer Stellungnahme zu erreichen.

„Glückwunsch zu so einem Vertrag“

„Man kann nur Glückwunsch sagen zu einem solchen Vertrag“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Tegeder. André Becker (CDU) erklärte, man müsse eben eine Art Notverkauf vor dem Bad einrichten. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Ute Engelhardt (Grüne) meinte, es sei Zeit für einen interfraktionellen Antrag.

Die Stadt wiederum, die auf Einvernehmen mit ihrem Mieter angewiesen ist, befindet sich nach eigenen Angaben mit ihm im Austausch. Das Ganze könnte zählebig wären. Nach aktuellem Planungsstand eröffnet das neue Misburger Hallenbad erst frühestens im Dezember 2022.

Von Bernd Haase

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