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Stadt Hannover Musical Factory führt „Non(n)sens“ im Möbelhaus auf
Aus der Region Stadt Hannover Musical Factory führt „Non(n)sens“ im Möbelhaus auf
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19:14 09.06.2017
Von Gunnar Menkens
Die Plakate sind gedruckt, Julia Goehrmann und Gerhard Weber geben von September bis voraussichtlich Dezember „Non(n)sens“. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Am Freitag stellten Produzentin und Schauspielerin Julia Goehrmann sowie Regisseur Gerhard Weber das Projekt vor, das durch finanzielle Unterstützung mehrerer Unternehmen ermöglicht wird.

„Non(n)sens“ ist ein Stück um fünf Nonnen, die mit einer Benefiz-Gala Geld in die leere Klosterkasse bringen wollen. Weber, früher Intendant der Landesbühne, schwärmte gestenreich von „einer wunderbaren, herrlichen Situationskomödie mit ausgeprägten Typen“, darin 25 Songs und zwölf Choreografien. 1985 in New York uraufgeführt, habe das Stück zahlreiche Preise erhalten, sei in 26 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 8000-mal auf Bühnen gebracht worden.

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In Hannover war es noch nie zu sehen, was genau dem Wunsch entsprach, den auch Goehrmann an die erste Inszenierung der jungen Musical Factory stellte. Zu dem kleinen Format im Möbelhaus sagte Factory-Gründerin Goehrmann, die selbst die zweite Nonne spielt: „Wir wollen das bestehende Theaterangebot in Hannover erweitern und setzen auf die Magie des unmittelbaren Kontakts zwischen Bühne und Publikum.“ Dafür scheint ihr der Raum, der auch als Kino dient, gut geeignet. SofaLoft-Chefin Sylvia Sobbek berichtete von spontaner Begeisterung, als ihr der Wunsch angetragen wurde: „Sie haben mein Herz gewonnen.“

Magie soll nicht allein durch einen intimen Zuschauerraum mit Platz für nur 200 Besucher entstehen. Die Bühne wird zudem durch einen zwölf Meter langen „Catwalk“ erweitert, der zwischen die Sitzreihen führt. Die musikalische Leitung hat Uli Schmid übernommen, in Hannover unter anderem bekannt durch sein Mitwirken am „Sommernachtstraum“ in Herrenhausen. Über den Etat, der die Inszenierung sichert, mochte sich niemand äußern. Julia Goehrmann sagte ein wenig schmallippig: „Selbst wenn es eine Nullnummer wird, sind drei Monate lang 15 Leute bezahlt.“ Pro Spielzeit sind mindestens zwei Stücke geplant, langfristig hofft die Musical Factory auf eine eigene Spielstätte.

Die erste Vorstellung ist für den 28. September geplant. Das Ensemble wird donnerstags bis sonntags spielen, Karten kosten 29 und 34 Euro, erhältlich ab 28. Juni in den HAZ/NP-Ticketshops.