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Stadt Hannover Protest gegen Baumfällungen – Polizeieinsatz im Zooviertel
Aus der Region Stadt Hannover Protest gegen Baumfällungen – Polizeieinsatz im Zooviertel
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14:02 26.02.2019
Schweres Gerät rückt den Bäumen auf dem Gelände der Sophienschule zu Leibe. Quelle: privat
Hannover

Die Bauarbeiten für die neue Sophienschule in der Lüerstraße haben gerade begonnen – da erhebt sich Protest. Am Montag rückten schwere Baumaschinen an und machten sich an mehreren Bäumen auf dem Schulgelände zu schaffen. Nach Informationen der HAZ sollen rund 80 Bäume den neuen Gebäuden für die Sophienschule sowie dem neuen Trakt des benachbarten Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) weichen. Der Naturschutzverband BUND fühlt sich übergangen. „Das geht so nicht, wir sind verärgert“, sagt Sabine Littkemann vom BUND. Mehrere Anwohner stellten sich am Montag vor die Bäume, um die Arbeiter aufzuhalten. Es kam zu heftigen Diskussionen mit dem Bauleiter. Am Ende musste die Polizei anrücken und schlichten.

Neues Schulzentrum für 50 Millionen Euro

Für rund 50 Millionen Euro entsteht im Zooviertel ein neues Schulzentrum. Haupt- und Nebenstelle der Sophienschule werden auf dem Schulgelände in der Lüerstraße zusammengeschlossen, das benachbarte KWRG bekommt einen neuen Trakt. Gegen die Baupläne hat es bisher kaum Einwände gegeben, auch nicht bei einer Infoveranstaltung in den Räumen der Sophienschule vor einigen Wochen. Das ändert sich jetzt.

Bewohner des Viertels wollen nicht hinnehmen, dass rund 80 Bäume gefällt werden müssen. „Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, wie die Maschinen den alten Stämmen zu Leibe rücken“, sagt ein Anwohner. Der BUND ist verwundert, dass er in die Planungen nicht eingebunden wurde. „Hier werden Fakten geschaffen, das Ganze wirkt wie eine Nacht- und Nebel-Aktion“, sagt Littkemann. Offenbar seien die abzuholzenden Stämme markiert und kurze Zeit später gefällt worden. Auch sei im vorhinein nicht klar gewesen, dass derart viele Bäume weichen müssen. „Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen“, kündigt Littkemann an.

Stadt: Bäume müssen vor dem 1. März gefällt werden

Tatsächlich ist in den Plänen für den Neubau keine Rede von notwendigen Baumfällarbeiten. Dort heißt es lediglich: „Bei der Schulhofgestaltung wird so weit möglich auf den heutigen Baumbestand Rücksicht genommen.“ Die Stadtverwaltung betont auf Nachfrage, dass es eine Fällgenehmigung für die Bäume gebe. Zudem scheint Eile geboten zu sein. „Um das Projekt fristgerecht starten und letztlich auch fertigstellen zu können, müssen die Bäume vor Beginn der Vegetationsphase (1. März) gefällt werden“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Von Andreas Schinkel

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