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Stadt Hannover Neue Software soll Fehlerquote senken
Aus der Region Stadt Hannover Neue Software soll Fehlerquote senken
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20:19 28.02.2014
Von Veronika Thomas
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Hannover

Allegro (ALG II Leistungsverfahren Grundsicherung Online) löst das bisherige System A2LL ab, das 2005 mit der Neuregelung des Arbeitslosengeldes II anstelle der bis dahin gezahlten Sozialhilfe entwickelt worden war. Darüber informierte Michael Stier, Geschäftsführer des Jobcenters Hannover, jetzt den Sozialausschuss der Region Hannover.

Weil A2LL seinerzeit unter hohem Zeitdruck entwickelt worden war, sei es auch heute noch mit vielen Defiziten behaftet, berichtete Stier. Eine dieser Folgen sei unter anderem eine hohe Quote von Widerspruchsverfahren. Beispielsweise müssten bei der Anpassung gesetzlicher Vorgaben, etwa der Erhöhung des Kindergeldes, diese Daten bei jedem Leistungsempfänger neu eingepflegt werden.

Von Allegro erhofft sich das Jobcenter langfristig unter anderem eine einfachere Handhabung, ein schnelleres Reagieren auf Gesetzesänderungen und einen schnelleren Zugriff auf Daten. Seit Dezember läuft Allegro im Testbetrieb in zwei kleineren Jobcentern (Rems-Murr-Kreis und Stadt Fürth); eine flächendeckende Einführung ist für den 18. August geplant, auch in der Region Hannover.

Doch so gut das neue System auch sein mag, um damit arbeiten zu können, ist ein erheblicher Schulungsaufwand erforderlich. Das Jobcenter rechnet mit einer fünftägigen Schulung für 655 Mitarbeiter, sogenannte Hauptanwender, und einer eintägigen Schulung für weitere 191 Beschäftigte. Außerdem sind umfangreiche Vorarbeiten nötig, weil Allegro auf vorhandene Stammdaten zugreift, die vorher auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft werden müssen. Damit die Systemeinführung möglichst reibungslos verlaufen kann, werden zusätzlich zu den rund 1600 Mitarbeitern (1353 Vollzeitstellen) 62 befristet Beschäftigte eingestellt.

Schulungen sollen auch die Ansprechpartner und Fallmanager erhalten, die Kunden und Leistungsempfänger beraten. In drei Intervallen von 2014 bis Dezember 2016 erhalten vorrangig zunächst die Fallmanager eine Qualifizierung, die bisher noch keine Schulung in Beratungskompetenz erhalten haben. Damit erhofft sich das Jobcenter einheitliche, transparente Qualitätsstandards, eine Verbesserung bei der Bearbeitung von Leistungen sowie eine höhere Kundenzufriedenheit.

Projekt für Langzeitarbeitslose

Darüber hinaus läuft an den Standorten Garbsen, Vahrenwalder Straße und Walter-Gieseking-Straße ein Modellprojekt, um Langzeitarbeitslose durch eine intensivere Förderung und Aktivierung langfristig wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Das im Januar 2013 gestartete Pilotprojekt „Joboffensive“ läuft noch bis Ende dieses Jahres. Es soll möglichst viele Betroffene befähigen, ihren Lebensunterhalt wieder selbst zu bestreiten oder ihre Hilfebedürftigkeit zumindest zu reduzieren.

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