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Stadt Hannover Wird die Kita-Platzsuche bald ganz einfach?
Aus der Region Stadt Hannover Wird die Kita-Platzsuche bald ganz einfach?
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00:17 27.04.2018
Ein neues Online-Vergabesystem soll die Suche nach einem Betreuungsplatz einfacher machen. Quelle: dpa
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Hannover

 Eltern, die einen Kita-Platz für ihr Kind suchen, können ab nächstem Jahr die Anmeldung an zentraler Stelle online erledigen. Ein entsprechendes Pilotprojekt beginnt im September im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Ab dem Kitajahr 2019/2020 sollen alle 480 hannoverschen Einrichtungen in dem System Webkita erfasst sein. Die Stadt investiert in das Portal insgesamt 300 000 Euro.

Nach der Vorstellung der Planer genügen Eltern dann zunächst ein paar Klicks, um einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs vorzumerken. Mitarbeiter der IT-Firma BOS, die das Anmeldeverfahren entwickelt hat, sowie Vertreter der Verwaltung haben das System am Montag im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

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Eine Kita-Platz-Suche sieht dann im Standardfall so aus, dass sich Eltern zunächst auf der Webkita-Seite registrieren müssen. Dann klicken sie sich durch verschiedene Kriterien wie Betreuungsformen, Alter und Geschlecht des Kindes sowie den bevorzugten Stadtteil für die Betreuungseinrichtung. Sie können sich online über den Träger einer Kindertagesstätte informieren, sowie die Größe, Öffnungszeiten, das pädagogische Konzept und die Zahl der freien Plätze abfragen. Bei der Kita ihrer Wahl können sie sich dann vormerken lassen.

Vertragsabschluss bleibt analog

„Die entsprechende Einrichtung sortiert die Anfragen dann nach Bedarf, und wenn es passt, wird ein persönlicher Termin in der Kita vereinbart“, erläutert Marcel Mevissen vom städtischen Fachbereich Jugend und Familie. Sowohl die Eltern hätten nach dem Termin Bedenkzeit, aber auch die Einrichtung kann das Platzangebot zurückziehen – ebenfalls online. Sollte es zum Vertragsabschluss kommen, ist persönliche Anwesenheit Pflicht. „Die Unterschrift wird analog geleistet“, so Mevissen.

„Das zentrale Anmeldeverfahren ersetzt nicht den persönlichen Kontakt der Familien mit der Kita“, betont Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski. Auch schaffe das System nicht mehr Plätze. „Es kann aber das Angebot an Kitas und Kapazitäten in seiner ganzen Breite abbilden, es ist daher vor allem auch eine Serviceverbesserung.“ Bisher melden Eltern ihr Kind häufig zeitgleich bei einer Vielzahl von Einrichtungen mit ganz unterschiedlichen Anmeldeverfahren an – damit sie bei einer Absage noch weitere Optionen haben. Erhalten sie jedoch bei einer Einrichtung einen Platz, sagen sie bei den weiteren Kitas oft nicht ab. Diese planen ­daher zuweilen mit Kindern, die ­gar nicht kommen, und schicken Eltern, die dringend einen Platz suchen, unnötigerweise wieder weg. Das neue Online-Vergabesystem schließt allerdings ebenfalls nicht aus, dass Familien sich mehrfach vormerken lassen. Und die Einrichtungen bestimmen sowohl die Wahl des Zeitpunkts ihrer Aufnahmetermine als auch die Länge der Bearbeitungszeit. Rzyski erklärt den langen Vorlauf der aufwendigen EDV-Anwendung vor allem damit, dass es neben den städtischen Kitas viele Einrichtungen kleiner Träger gebe, „die sich alle beteiligen sollten“.

In Großstädten sei die Einführung eines zentralen Anmeldeverfahrens besonders zeitintensiv. Wenn im Herbst die Testphase beginnt, ist Hannover nach Frankfurt die zweite Großstadt, die mit Webkita ihre Betreuungsplätze koordinieren und vergeben will. „Eltern ohne Internet oder Familien, die das Verfahren grundsätzlich ablehnen, können aber nach wie vor die Einrichtung ihrer Wahl persönlich aufsuchen und sich dort bewerben“, betont Mevissen.

Von Susanna Bauch

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