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Stadt Hannover Neues Rathaus fest in jugendlicher Hand
Aus der Region Stadt Hannover Neues Rathaus fest in jugendlicher Hand
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00:17 12.01.2017
Oberbürgermeister Stefan Schostok begrüßt Bürger im Rathaus. Das Motto des Empfangs ist "Jugend lebt Stadt". Quelle: Julia Polley
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Hannover

In einer rasenden Geschwindigkeit stapelt der 13-jährige Julian seine Flash Cups auf und wieder ab. Im Hodlersaal, wo normalerweise politische Sitzungen stattfinden, präsentiert der Zirkus Salto vom Haus der Jugend seine Aktivitäten. Das Motto des diesjährigen Neujahrsempfang im Neuen Rathaus war "Jugend lebt Stadt". Im ersten Geschoss präsentierten zahlreiche Jugendverbände ihre Arbeit und luden die Gäste zum Mitmachen ein.

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Auf den Plätzen sitzen die Jungen und Mädchen und üben sich im "Cup Stacking", einer Trendsportart aus Amerika. In einem Workshop können sich alle Interessierten im Becher auf- und abstapeln üben. Mit dabei auch Karin Körner. Die 85-Jährige möchte ihren Enkelkindern davon berichten. "Ich glaube das Stapeln ist eigentlich simpel, bedarf aber viel Übung", sagt sie. Sie freut sich über die vielen Mitmach-Angebote. "Ich probiere einfach alles mal auch", sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Im Mosaiksaal wird derweil ordentlich abgerockt: Jugendbands machen Musik, die jungen Menschen gefällt - klassische Musik ist nicht dabei. Trotzdem sind auch viele ältere Besucher im Publikum. Auf den Fluren sind viele weiße Papphocker aufgestellt, die von den Besuchern bemalt und beklebt werden können. Sie sind im letzten Jahr im Zuge der Aktion "Platz nehmen" entstanden. Viele Hocker blieben an diesem Abend nicht weiß, sondern wurden liebevoll verziert und schmücken nun so manches Zimmer.

Nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene nahmen die Angebote wahr. Auch ältere Besucher ließen sich in die Welt der Jugend entführen und informierten sich über die Aktivitäten in der Stadt. Es konnte Kräutersalz selber hergestellt oder in einer Fotoecke Fotos mit lustigen Utensilien geschossen werden.

Die Stadt Hannover, die als jugendgerechte Kommune ausgezeichnet wurde, präsentierte eine Ausstellung zum Thema. Besucher waren eingeladen ihre Definition von "jugendgerecht" aufzuschreiben und Wünsche für die zukünftige Arbeit zu äußern.

Eine BMX-Vorführung zeigte die Geschicklichkeit in allen Dimensionen und ließ so manches Mal den Atem stocken. Im Gartensaal gab es die Möglichkeit beim gemeinsamen Kochen über die Stadt von heute und morgen zu sprechen. Sehr chillig ging es in der Cocktail- und Mixbar zu: Dort entspannten die jungen Leute bei alkoholfreien Getränken.

Bruno Alfert entspannte nicht - im Gegenteil. Er versuchte sich im Kendama, einer Trendsportart aus Japan. Das Fang-den-Ball-Spiel erfordert sehr viel Geschicklichkeit. "Wenn ich es einmal geschafft habe gehe ich nach Hause", sagt der 69-Jährige lachend und versucht es erneut. Nach mehreren Anläufen hat er es tatsächlich geschafft.

Von Julia Polley

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