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Stadt Hannover Oberricklingen wird zum Umleitungs-Labyrinth
Aus der Region Stadt Hannover Oberricklingen wird zum Umleitungs-Labyrinth
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00:17 03.06.2019
Eine Durchfahrt der Straße In der Rehre wird für die komplette Umbauzeit nicht möglich sein. Quelle: Foto: Samantha Franson
Oberricklingen/Wettbergen

Der Fahrplan für den Umbau der Hauptverkehrsstraße In der Rehre steht. Gut drei Millionen Euro investiert die Stadt in den ersten – und größten – Bauabschnitt. Voraussichtlich am 18. Juni geht es los. Mit diesem Tag beginnt auch für die Anwohner in Wettbergen und in den angrenzenden Oberricklinger Siedlungen eine harte Zeit. Sie müssen mit einer Vollsperrung der Trasse rechnen, die gut ein Jahr andauern und weitreichende Folgen haben wird.

Die Bauphasen

Die Stadt muss die Fahrbahn erneuern, Busspuren und Haltestellen sowie erstmals Gehwege und Radspuren entlang der so wichtigen Trasse anlegen. Das wird einschließlich Kanalarbeiten eine Weile dauern. Den ersten Bauabschnitt splittet die Stadt deshalb noch einmal in drei Teile. Die Bauarbeiten beginnen im Osten und docken an den bereits vom Land Niedersachsen im Zuge der B3-Umgehung für Hemmingen umgebauten Teil an, der in die Göttinger Chaussee mündet. Zuerst wird zwischen diesem Anschlussstück und der Einmündung Auf dem Grethel gearbeitet. Das dauert bis Ende 2019. Von Januar bis April 2020 folgt der Abschnitt Auf dem Grethel bis Mühlenwinkel. Den Abschluss bildet gleich danach der Trassenabschnitt zwischen Mühlenwinkel und dem Rewe-Parkplatz (Auf dem Sohlorte) bis einschließlich Juli 2020. Voll für den Verkehr gesperrt ist stets der in Bearbeitung befindliche Teil der Straße In der Rehre. Aus dem Zero:e-Wohnpark sollen Autofahrer immer ein- und ausfahren können. Sie müssen sich dann allerdings für eine Richtung entscheiden. Und eine Durchfahrt der Trasse ist während der kompletten Bauzeit nicht möglich.

Der zweite Bauabschnitt bleibt vorerst offen. Das kalkulierte Budget habe für die letzten gut 100 Meter zwischen Auf dem Sohlorte und die Kreuzung Bergfeldstraße nicht mehr gereicht, erklärte die Stadt Anfang dieses Jahres. Pläne, Finanzierung und Bauabwicklungen sollen noch vorgestellt werden. Die Anlieger müssen also irgendwann mit einer weiteren Baustelle rechnen.

Sperrungen sollen abschrecken

Kompliziert wird das Projekt wegen der nötigen Umleitungen. Im Grunde soll der Durchgangsverkehr über Bergfeldstraße, Hamelner Chaussee, Bückeburger Allee hin zur Göttinger Chaussee und die B3 laufen. Das wird auch ausgeschildert. Seit Jahren aber klagen vor allem Anwohner der Straße Auf dem Grünen Hagen über Schleichverkehr, wann immer die Trasse In der Rehre zu voll ist oder dort Baustellen bestehen. Sie wollen den zusätzlichen Verkehr nicht in ihrem Quartier – und das möglichst dauerhaft.

Die Stadt will darauf eingehen und auch dafür Sorge tragen, dass sich der Schleichverkehr nicht zu anderen Oberricklinger Anliegerstraßen verlagert. Dafür will die Verwaltung ein sogenanntes Taschensystem einrichten, das das gesamte Quartier südlich der Wallensteinstraße einbezieht. Der Schleichverkehr solle dort so unattraktiv werden, dass Autofahrer ganz auf die Wohngebiete verzichten und sich auf die um mehrere Kilometer längere Umleitung einlassen, argumentierte Torgen Freimuth vom städtischen Fachbereich Tiefbau.

Der Plan sieht Straßensperren aus Betonelementen und herausnehmbaren Pollern vor. Die Sperren werden an den Kreuzungen der Straße Am Sauerwinkel mit Am Wullwinkel sowie Am Grünen Hagen und an den Kreuzungsbereichen der Bartold-Knaust-Straße mit Menzel- sowie Schnabelstraße eingerichtet. Die „Taschen“ fangen den Durchgangsverkehr ab, so der Plan. Damit Anlieger ein- und ausfahren können, werden bestehende Einbahnstraßenregelungen abgeändert. Ob dieses Sperrsystem dauerhaft bleibt, will die Stadt nach einem Jahr prüfen.

Viele Anwohner der betroffenen Wohngebiete kritisierten diesen Plan indes als „labyrinthisches Chaos“. „Dagegen wird es Widerstand geben“, prophezeite ein Anlieger. Ein Oberricklinger schlug vor, lediglich eine Sperre Am Sauerwinkel in Richtung Bergfeldstraße einzurichten. „Dann wären etliche Probleme erledigt.“ Frank Kumm von der CDU-Fraktion warnte davor, dass über die Wallensteinstraße noch mehr Verkehr zur Stadtbahn-Baustelle an der Göttinger Chaussee fließen werde. „Das wird noch chaotischer als jetzt schon.“ Besser wäre es gewesen, den In der Rehre-Umbau zu verschieben. Das aber wollen weder die Bezirksratsmehrheit noch die Stadt.

Von Marcel Schwarzenberger

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