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Stadt Hannover Parken wird kostenlos – für Stromautos
Aus der Region Stadt Hannover Parken wird kostenlos – für Stromautos
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00:15 06.02.2014
Von Conrad von Meding
Foto: Beim Aussteigen den Parkschein nicht vergessen: Wer in Hannover mit dem Elektroauto unterwegs ist, muss darauf in Zukunft keine Rücksicht mehr nehmen.
Beim Aussteigen den Parkschein nicht vergessen: Wer in Hannover mit dem Elektroauto unterwegs ist, muss darauf in Zukunft keine Rücksicht mehr nehmen. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

In Stuttgart und Konstanz gilt die Regelung dank Sonderausweisen schon. Hannover will nachziehen – allerdings nicht im Alleingang, sondern gemeinsam mit der Metropolregion. Sie treibt ihr Großprojekt namens Schaufenster Elektromobilität voran. Gestern wurden Oberbürgermeister Stefan Schostok acht neue VW-Stromautos vom Typ E-Up übergeben. Sie sollen zwei Jahre lang wichtige Erfahrungen für den Alltagseinsatz liefern.

Die Bundesregierung will, dass bis 2020 eine Million Elektroautos im Betrieb sind. Heruntergerechnet auf die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg müssten es dann 50 000 sein – es sind bis jetzt aber erst knapp 800. „Es ist also noch Luft nach oben“, sagt Raimund Nowak, Chef der Metropolregion. Unbegrenztes Parken auf Parkplätzen mit Parkschein- oder -scheibenpflicht gilt als ein Baustein, um das Fahren mit Elektroautos attraktiv zu machen. Stuttgart war Vorreiter, dort gibt es seit einem Jahr eine Sonderregelung für Fahrer von Wagen mit Elektro- oder Wasserstoffbetrieb.

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Wir testen eine Woche lang den E-Up für Sie im Alltagsbetrieb. Einen täglichen Bericht finden Sie hier.

Alle Kommunen der Metropolregion hätten sich ebenfalls für solch eine Regelung ausgesprochen, sagt Nowak. Allerdings warte man derzeit ab, ob der Bund eine einheitliche Kennzeichnung von Autos mit Alternativantrieb einführe. Gedacht wird etwa an ein blaues Zulassungskennzeichen. Wenn dies nicht innerhalb der nächsten Monate geschehe, dann werde man wohl ein eigenes Vorgehen beschließen, sagt Nowak. Mindestens niedersachsenweit solle die Regelung dann aber koordiniert werden. „Es wäre gut, wenn es nicht zu viele verschiedene Regelungen gibt“, betont Nowak. Mitte März soll das Parkthema auf der Tagesordnung der O-Konferenz beim Niedersächsischen Städtetag stehen.

Die Stadt macht mit ihren acht neuen  E-Ups einen „wichtigen Schritt auf dem Weg zu leiser und umweltfreundlicher Mobilität“, kommentierte Schostok bei der Übergabe auf dem Trammplatz. Billig sind die Wagen allerdings nicht: 539 Euro Miete kosten sie monatlich, davon übernimmt die Metropolregion 200 Euro. Dafür soll der Betrieb sparsam sein. Die Stadt hat auch schon zwei E-Caddys im Testbetrieb, im Sommer werden Miet-Pedelecs (Elektrofahrräder) angeschafft.

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