Polizei Hannover bereitet sich intensiv auf Derby Hannover 96 gegen Braunschweig vor
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Stadt Hannover Polizei kündigt strenge Sicherheitskontrollen an
Aus der Region Stadt Hannover Polizei kündigt strenge Sicherheitskontrollen an
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14:36 12.04.2017
Wie schon beim Derby 2013 (Foto) wird die Polizei mit einem massiven Aufgebot in der Stadt und am Stadion unterwegs sein. Quelle: Archiv
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Hannover

Angesichts der Ereignisse in Dortmund reagiert auch die Polizei Hannover für das anstehende Derby. Als direkte Konsequenz würden die Einlasskontrollen am Stadion verstärkt, teilt Polizeivizepräsident Jörg Müller mit.

"Zusätzlich zum normalen Ordnungsdienst werden Polizeibeamte an den Eingängen stehen", sagt er - was längere Wartezeiten zur Folge haben könnte. Aus diesem Grund rät er allen Fans, sich rechtzeitig auf den Weg zum Spiel zu machen. Darüber hinaus seien Sprengstoffspürhunde im Einsatz.

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Außerdem soll es am Mittwochnachmittag Gespräche mit Hannover 96 geben, um eindringlich für den Verzicht von Pyrotechnik zu werben. Nach der Explosion in Dortmund könnte ein Knall der Feuerwerkskörper bei manchen Stadionbesuchern womöglich Panik hervorrufen. Weitere Angaben macht Müller vorerst nicht. "Wir sind in Kontakt mit allen Sicherheitsbehörden und werden entsprechend der Untersuchungsergebnisse aus Dortmund reagieren."

42.700 statt 49.000 Besucher

Oberste Aufgabe sei die Trennung beider Fanlager. Die Arena werde aus Sicherheitsgründen nicht ausverkauft sein, sondern nur 42.700 Personen statt 49.000 Fans Platz bieten, weil sogenannte Pufferblöcke eingeplant sind. Die Polizei rechnet mit 4360 Fans aus Braunschweig, die per Sonderzug und Bus anreisen.

Die Problemklientel bestehe insgesamt aus etwa 1500 gewaltbereiten Personen. Bei Lager werden auf getrennten Wegen zum Stadion geleitet. Polizeibekannte, gewaltbereite Fans hätten zudem für einen gewissen Zeitraum ein Zugangsverbot zur Innenstadt. 

Das Frühlingsfest am Sonnabend soll erst nach dem Derby öffnen. Aufgrund des Osterwochenendes werden Polizei und Stadt am Sonnabend ein Bürgertelefon ins Leben rufen.

Auch die Ereignisse von Dienstagabend in Dortmund spielen eine Rolle. "Wir stehen mit allen Sicherheitsbehörden in Kontakt", sagt Müller.

Beim Hinspiel in Braunschweig im November 2016 waren insgesamt rund 2600 Landes- und Bundespolizisten im Einsatz. Das wird am Sonnabend ähnlich sein. Müller: "Wir haben die gesamte niedersächsische Bereitschaftspolizei im Einsatz." Die Niedersachsen werden von Schleswig-Holstein und Bremen unterstützt.

pah/dpa

Conrad von Meding 12.04.2017
Mathias Klein 12.04.2017
12.04.2017