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Stadt Hannover Lotsen bereiten Schüler auf die Ausbildung vor
Aus der Region Stadt Hannover Lotsen bereiten Schüler auf die Ausbildung vor
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15:37 25.02.2019
Teamarbeit: Stefan Eßmann (von links), Ulf-Birger Franz, Heike Döpke, Rita Rzyski, IGS-Schulleiter Peter Schütz und Andreas Klughardt mit den Schülern Darya Salek Gilani (16) und Mustafa Hoxhaj (17). Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Bald hat Mustafa Hoxhaj ein Vorstellungsgespräch. Gebäudetechniker möchte der 17-Jährige werden, und er blickt dem Termin bei seinem möglichen künftigen Arbeitgeber erwartungsvoll entgegen. „Ich habe mich gut darauf vorbereitet“, sagt der Schüler der IGS Linden selbstbewusst. Zunächst hatte er sich für eine Ausbildung als Bauzeichner interessiert. „Aber dann habe ich gemerkt, dass das nicht so das Richtige für mich ist.“ Dass Mustafa nun so zielstrebig seine berufliche Zukunft plant, hat er auch Andreas Klughardt zu verdanken, dem Ausbildungslotsen der IGS. Klughardt ist einer von 26 speziell qualifizierten Beratern, die Schülern und Schülerinnen in der Region Hannover bei der Berufsvorbereitung auf niederschwellige und individuelle Weise helfen.

Ausbildungslotsen bieten vielseitige Hilfe an

Vor gut vier Jahren ist das Lotsen-Projekt an drei Schulen an den Start gegangen. Mittlerweile machen 28 Schulen in Stadt und Umland mit – von der Förderschule bis zum Gymnasium. Jährlich 1,2 Millionen Euro investieren die Region und die Bundesagentur für Arbeit zu gleichen Teilen in das Programm. Das lohne sich, meint Regionsschuldezernent Ulf-Birger Franz: „Durch die Arbeit der Lotsinnen und Lotsen sind die teilnehmenden Schulen heute Vorreiter in der Berufsorientierung.“ Das Besondere: Jede der Schulen hat ihren eigenen Ansprechpartner, der vor Ort gezielt Kontakt zu den Schülern der achten bis zehnten Jahrgänge aufbaut, sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützt, Tipps für Bewerbungen gibt und bei der Wahl des passenden Berufs berät. Allein im vergangenen Schuljahr seien so mehr als 8200 Jugendliche erreicht worden, sagt Franz.

Die IGS Linden ist seit 2017 dabei und eine von 13 Schulen aus dem hannoverschen Stadtgebiet, die einen Ausbildungslotsen einsetzen. „Ich versuche, die Stärken und Fähigkeiten den Jugendlichen herauszuarbeiten – und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen herauszukitzeln“, berichtet Lotse Klughardt. Nicht immer passe das zusammen: „Manche Schüler wollen einfach nur wissen, wie viel sie später verdienen, egal in welchem Job. Den Zahn muss man ihnen dann ziehen.“ Klughardt, der Gastronom und Berufspädagoge ist, besucht auch den Schulunterricht, begleitet die Schüler auf Berufsmessen, vermittelt Firmenkontakte und arbeitet eng mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur zusammen. Die Angebote der Lotsen seien inzwischen fest in den schulischen Konzepten zur Berufsorientierung verankert, sagt die städtische Schuldezernentin Rita Maria Rzyski.

Lotsen-Projekt wird weiterlaufen

Auch in der Wirtschaft kommt das Programm an. Über die Lotsen habe sein Unternehmen guten Kontakt zu den Schulen und biete zudem Praktikumsplätze an, erklärt Stefan Eßmann, Ausbildungsleiter beim Logistiker DB Schenker. Bei der Suche nach motivierten Bewerbern für freie Lehrstellen profitierten davon beide Seiten. Laut Region konnten durch die Lotsen binnen vier Jahren mehr als 100 neue Kooperationen mit Betrieben und Berufsbildenden Schulen aufgebaut werden. Das Projekt läuft zunächst bis 2021. Es sei aber langfristig angelegt, betont Heike Döpke, Chefin der Agentur für Arbeit Hannover.

Lotse Klughardt sieht eine seiner Aufgaben darin, den Schülern zu vermitteln, dass nicht für jeden das Abitur der Weg der Wahl sein müsse. Aktuell beobachte er unter den IGS-Schülern auch wieder ein größeres Interesse an einer Ausbildung. Darya Salek Gilani hat sich bereits entschieden. Die 16-Jährige beginnt im August ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Pflegeheim, danach will sie eine Ausbildung zur Ergotherapeutin machen. Und Klughardt hat ihr zugeraten.

Von Juliane Kaune

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