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Stadt Hannover Raser auf leeren Straßen: Polizei Hannover intensiviert Kontrollen
Aus der Region Stadt Hannover Raser auf leeren Straßen: Polizei Hannover intensiviert Kontrollen
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22:06 25.03.2020
Mit Tempo 84 über die Hildesheimer Straße: Ein Tesla war am Mittwochmittag der Spitzenreiter bei der Geschwindigkeitskontrolle der Polizei Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Viele Autofahrer nutzen die wegen der Corona-Krise leeren Straßen, um schneller als erlaubt unterwegs zu sein. Sowohl auf den Autobahnen als auch im Gebiet der Landeshauptstadt stoppte die Polizei Hannover in den vergangenen Tagen zahlreiche Temposünder. Auch in den kommenden Tagen wollen die Beamten mit mobilen Blitzern und Videowagen im Einsatz sein, um Tempo- und Abstandsverstöße zu ahnden. Behördensprecher Philipp Hasse: „Die freien Straßen bedeuten nicht, dass sie zu Rennstrecken werden.“

Am Mittwoch postierten sich die Beamten unter anderem stadteinwärts an der Hildesheimer Straße. In Höhe des Sportplatzes zwischen Döhrener Turm und Gilde-Brauerei waren zahlreiche Fahrzeuge zu schnell unterwegs, Spitzenreiter war ein Tesla mit 84 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde. „Auch weiterhin gelten trotz der derzeitigen Situation die Verkehrsregeln“, mahnt Polizeivizepräsident Jörg Müller.

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Mit Tempo 225 und Handy am Ohr unterwegs

Den massivsten Tempoverstoß registrierte die Polizei bereits am Sonnabend: Auf der Autobahn 7 Richtung Hamburg war ein BMW-Fahrer mit 225 Kilometer pro Stunde unterwegs – in einer Tempo-100-Zone. „Zusätzlich telefonierte der Mann noch mit seinem Handy“, sagt Behördensprecher Hasse. Der 35-Jährige muss nun mit mindestens drei Monaten Fahrverbot, zwei Punkten in Flensburg und einer Geldstrafe von 600 Euro rechnen. „Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang“, sagt Müller. „Verstöße sind daher kein Kavaliersdelikt.“

Am Dienstag stoppte die Polizei sowohl auf der Autobahn als auch in Hannovers City zwei Verkehrssünder. Auf der A7 war ein weiterer BMW-Fahrer mit 204 statt der erlaubten 120 Kilometer pro Stunde unterwegs, auch dem 25-Jährigen droht eine ähnliche Strafe wie dem ersten A-7-Raser. Auf der Celler Straße entdeckte zufällig ein Videowagen einen 28-jährigen Mercedes-Fahrer, der mit Tempo 124 Richtung Hamburger Allee unterwegs war. Ihn erwarten ebenfalls mindestens drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte und sogar 680 Euro Strafe.

Nur sechs Meter Abstand auf der A7

Und trotz der deutlich leereren Straßen sind weiterhin Drängler unterwegs. Auf der A7 überführte die Polizei bereits am Dienstag einen 20-jährigen Renault-Fahrer. Der Mann war Richtung Hamburg unterwegs und hielt nur sechs Meter Abstand zu seinem Vordermann – mindestens 60 wären nötig gewesen. Laut Bußgeldkatalog muss der junge Mann nun mit einem Punkt in Flensburg und 320 Euro Geldstrafe rechnen. Polizeivizepräsident Müller: „Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin umfangreiche Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen durchführen.“

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Von Peer Hellerling