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Stadt Hannover Region Hannover: Babylotsen sollen überlasteten Eltern helfen
Aus der Region Stadt Hannover Region Hannover: Babylotsen sollen überlasteten Eltern helfen
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19:29 08.02.2019
Babylotsen sollen künftig in der Region Hannover überlasteten Eltern helfen. Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

Sie wissen manchmal überhaupt nicht, was sie tun sollen, wenn ihr Baby schreit. Wie sie es so ernähren, so dass es nicht schon im Kindergartenalter Karies bekommt, oder Übergewicht. Oder sie wissen es, können sich aber nicht kümmern: weil Alkohol oder Drogen ihr Leben zu stark belasten. Eltern, die in psychosozial oder gesundheitlich schwierigen Verhältnissen leben, können ein Risikofaktor für ihre Kinder sein. Studien zeigen: Die Gefahr, dass Kinder aus solchen Verhältnissen selbst eine schwere chronische oder psychische Krankheit oder gravierende Entwicklungsstörungen erleiden, ist im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich erhöht. Die Region Hannover will mit dem Modellprojekt Babylotsen künftig gegensteuern. Am Donnerstag gab der Jugendhilfeausschuss der Region grünes Licht. Abschließend muss die Regionsversammlung entscheiden.

Kontaktaufnahme in der Klinik

Nun gibt es in der Region bereits präventiven Kinderschutz. Familienhebammen beispielsweise begleiten besonders belastete Mütter und Väter. Das Jugendamt, Beratungsstellen, Frauenärzte, macht sie auf Betroffene aufmerksam. Neu bei den Babylotsen ist: Sie nehmen direkt in der Klinik Kontakt mit den Schwangeren auf. Der Ort sei gut geeignet. In der Regel hätten Eltern großes Vertrauen zu Geburtskliniken, sagte Andrea Hanke, Sozialdezernentin Region, am Donnerstag. Angesiedelt wird das Projekt, das erfolgreich bereits in Hamburg und Berlin läuft, zunächst im Regionsklinikum Neustadt am Rübenberge.

Angebot ist kostenlos und freiwillig

Dort gibt es neben der Geburtsstation eine Kinderheilkunde- und Jugendmedizinstation. Zudem gehörten die Kommunen im Einzugsgebiet; Garbsen, Neustadt, Wunstorf und Seelze, zu den geburtsstärksten in der Region. Um möglich früh zu unterstützen, werden die Eltern beim ersten Kontakt mit der Klinik über das Beratungsangebot der Babylotsin informiert. An vier bis fünf Tagen ist sie auf der Wochenbettstation vor Ort und ansprechbar für alle Eltern – in enger Absprache und Einbindung des Krankenhauspersonals. Ein erstes Gespräch sollte vor der Entbindung, spätestens aber während des Aufenthaltes zur Geburt stattfinden. Anschließend erfolge bei Bedarf Beratung und Vernetzung zu Hilfen im Umfeld der Familien. Die Beratung der Babylotsin ist nach Angaben der Region kostenlos und freiwillig. 

Von Jutta Rinas

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